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Alles beim alten in Japan

1.040 Kandidaten treten bei den Parlamentswahlen in Japan an, aber nur wenige Frauen

Heute ist in Japan der Wahlkampf für die Parlamentswahlen Ende Oktober gestartet. Insgesamt kämpfen 1.040 Kandidaten um die 465 Sitze im Repräsentantenhaus. Darunter sind allerdings weniger als 20 Prozent Frauen.

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Die Vorsitzenden der großen Parteien begannen am Montagnachmittag in Tokyo eine Debatte, die sich auf die Reaktion auf das Coronavirus konzentriert, einschließlich der Frage, wie die Parteien der angeschlagenen Wirtschaft helfen wollen.

LDP kann optimistisch auf die Parlamentswahlen blicken

Die Vorsitzenden haben bereits am Sonntag eine Online-Debatte geführt, in der Kishida sagte, dass er immer noch die Absicht habe, die Einkommen der Menschen zu verdoppeln.

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Um der LDP, die sich bisher gewohnt siegessicher gegeben hat, etwas entgegen zu setzten, haben sich die Oppositionsparteien in vielen Wahlkreisen zusammengetan und stellen einen gemeinsamen Kandidaten. Zwar steht die Opposition in Japan traditionell schlecht da, aber so könnte sie der Regierungspartei einige Sitze abringen.

Trotzdem ist dies für die LDP kein Grund, nicht optimistisch in Hinblick auf die Parlamentswahlen zu sein, denn siegen wird man auf jeden Fall, wie ein Blick auf die Geschichte zeigt.

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Die Regierungspartei wurde 1955 gegründet und verlor erst zweimal eine Wahl, zuletzt von 2009 bis 2012, als die Vorgängerpartei der CDP das Land regierte.

Die LDP und die Komeito verfügen beide zusammen über 305 der 465 Sitze im Unterhaus, in diesem Jahr wollen sie mindestens 233 Sitze gewinnen.

Es ist also davon auszugehen, dass sich an der Regierungskoalition nichts ändern wird.

Nur wenige Frauen treten an

Was sich ebenfalls nicht ändert, ist der geringe Anteil von Frauen, die sich für die Parlamentswahlen aufgestellt haben. Sie stellen weniger als 20 Prozent der 1.040 Kandidaten, trotz eines Gesetzes, dass Parteien dazu anhält, männliche und weibliche Kandidaten in gleicher Zahl aufzustellen.

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Von den 330 Kandidaten der Liberaldemokratischen Partei von Premierminister Fumio Kishida sind 9,7 Prozent Frauen.

Bei der CDP sind es 18,3 Prozent der 240 Kandidaten, bei der Komeito 7,5 Prozent von 53 Kandidaten, bei der Kommunistischen Partei Japans 36,2 Prozent von 130 Kandidaten. Bei Nippon Ishin sind 14,9 Prozent der 94 Kandidaten Frauen und bei der Demokratischen Partei für das Volk 23,8 Prozent von 21 Kandidaten.

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