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Spannungen zwischen beiden Ländern nehmen weiter zu

Abe fordert Südkorea auf, Abkommen einzuhalten

Die Spannungen zwischen Japan und Südkorea halten weiter an. Nun meldete sich erneut Japans Premierminister Shinzo Abe zu Wort und forderte Südkorea auf, sich an ein Abkommen von 1965 zu halten. Ansonsten stehe das gegenseitige Vertrauen weiter auf dem Spiel.

In dem Abkommen geht es um die Beilegung von Eigentumsansprüchen aus Kriegsgründen. Dabei ging es auch darum, dass die Frage nach der Entschädigung für Kriegsarbeiter während der japanischen Kolonialherrschaft geklärt sei. Südkorea habe dieses Abkommen nun einseitig gebrochen, sagte Abe auf einer Pressekonferenz in Hiroshima. „Wenn wir an die aktuellen Beziehungen zwischen Japan und Südkorea denken, ist das größte Problem, das wir haben, das Vertrauen oder die Einhaltung von Versprechen zwischen den Staaten“, so Abe.

Spannungen zwischen Japan und Südkorea nehmen immer mehr zu

Die Beziehungen zwischen Tokyo und Seoul haben sich immer weiter verschlechtert, seitdem südkoreanische Gerichte Ende letzten Jahres gefordert hatten, dass japanische Unternehmen Opfer von Kriegsarbeit entschädigen müssen. Abe sagte zu diesen Entscheidungen, dass Südkorea damit „den Vertrag verletzt hat, der uns als Grundlage für die Normalisierung der Beziehungen diente.“ Anschließend forderte er Seoul auf, sich an den Vertrag zu halten.

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Für Japan ist die Frage um die Entschädigung von Zwangsarbeitern bereits geklärt. Mit dem Abkommen hatte Japan Seoul 300 Millionen Dollar an Zuschüssen und weitere 200 Millionen an Krediten zur Verfügung gestellt. Nun schlug Südkorea Japans Vorschlag aus, den Streit im Rahmen bilateraler Konsultationen oder eines Schiedsgerichts mit einem Drittland beizulegen.

Japan streicht Südkorea von der „weißen Liste“

Die Situation verschärft sich immer weiter, da beide Länder nicht bereit sind, aufeinander zuzugehen. Japan hatte verschiedene Exportbeschränkungen gegen Südkorea verhängt und das Land am vergangenen Freitag von seiner „weißen Liste“ gestrichen. Die Länder dieser Liste haben einen Präferenzstatus als Handelspartner. Der Schritt fand eine scharfe Reaktion des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, der die Entscheidung als „sehr leichtsinnig“ bezeichnete.

Im Zuge dessen sagte ein Beamter des südkoreanischen Präsidialbüros zudem, dass Südkorea die Fortsetzung des General Security of Military Information Agreement, einem Pakt zum Austausch militärischer Informationen mit Tokyo in einem offensichtlichen Versuch, überdenken wird. Ein weiterer Punkt, über den Streit herrscht, ist die Überlegung Südkoreas, eine Verteidigungsübung später in diesem Monat in der Nähe und auf einem Paar von Inseln durchzuführen, die von den beiden Nationen bestritten wurden. Darauf reagierte Japan sehr verärgert.

Quelle: jt

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