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Abes Hanami-Party-Skandal weitet sich aus

Mehrere Teilnehmer haben die Teilnahmegebühren nicht bezahlt

Japans Premierminister Shinzo Abe steht zurzeit in der Kritik wegen seinen sogenannten Hanami-Partys. Auch wenn Abe politisch keine Konsequenzen befürchten muss, weitet sich der Skandal nun weiter aus.

Yoshiko Tanabe, ein Mitglied der Shimonoseki-Gemeindeversammlung, sagte bei einer Anhörung aus, dass einige Frauen, die an der Veranstaltung teilnahmen, keine Teilnahmegebühr zahlen mussten. Normalerweise hätte jeder Teilnehmer 5.000 Yen zahlen müssen.

Laut Japans Premierminister wurden Teilnahmegebühren bezahlt

Abe sagte zuvor im Landtag aus, dass jeder Teilnehmer bezahlt hat und keine Steuergelder dafür benutzt wurden.

„Die Mitarbeiter von Abe-Büros sammelten an der Rezeption jeweils 5.000 Yen ein und stellten sofort eine Quittung im Namen des Hotels aus. Das Geld wurde dann dem Hotel ausgehändigt. Die Hotelangestellten waren an der Rezeption anwesend“, so Abe gegenüber der Diet Deliberations. „Da die Organisatoren kein Geld für die Veranstaltung erhielt oder ausgab, war sie nicht verpflichtet, das Ereignis in ihren politischen Finanzierungsbericht einzutragen.“

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Ein Mitglied der Oppositionspartei wies darauf hin, dass es einen Verstoß gegen das Wahlgesetz für öffentliche Ämter darstellen würde, wenn Speisen und Getränke auf einer von den Veranstaltern, einer Unterstützungsgruppe von Abe, organisierten Veranstaltung serviert und keine Gebühren erhoben würden.

Die Veranstaltung fand am 12. April in einem Bankettsaal im Hotel New Otani Tokyo in der Hauptstadt statt, die Nacht vor dem jährlichen Hanami-Treffen, das von Abe veranstaltet wird. Rund 800 Personen sollen an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Mehrere Teilnehmerinnen zahlten nicht

Tanabe zitierte auch eine andere Teilnehmerin, die ihr sagte: „Ich habe 5.000 Yen an eine Person gezahlt, die mich zum Veranstaltungsort gebracht hat. Dafür wurde mir keine Quittung ausgehändigt.“

Nach der Anhörung teilte Tanabe Reportern mit, dass drei Mitglieder einer Frauenorganisation mit Sitz in Shimonoseki beim Abendessen vor der Party anwesend waren, die Gebühr jedoch nicht entrichteten.

Er zitierte eine von ihnen mit den Worten: „Ich habe einen Mann am Eingang gesehen, aber die Gebühr nicht bezahlt, weil ich dachte, dass sie in den Tourkosten enthalten ist.“

MA

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