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Abgeordnete in Japan wünschen sich deutlich mehr weibliche Kollegen

Männer haben bei der Umfrage nichts gegen mehr Frauen in ihren Reihen

Bei den kommenden Oberhauswahlen stehen mal wieder überwiegend Männer zur Wahl. Eine Umfrage der Mainichi Shimbun zeigt allerdings, dass viele sich deutlich mehr Frauen im Parlament wünschen. Um die 43 Prozent sollten Frauen laut den Befragten bei den Abgeordneten ausmachen, wie die Studie ergab.

Mainichi Shimbun und ein Forschungslabor unter der Leitung der Politikwissenschaftlerin Mari Miura führten die Umfrage durch. Insgesamt befragten sie 703 Abgeordnete, 461 vom Unterhaus und 241 vom Oberhaus, zu Frauen in der Politik. 140 Personen antworteten auf die Befragung, 78 aus dem Unterhaus und 62 aus dem Oberhaus. Unter ihnen waren 101 Männer und 39 Frauen.

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Die meisten von den 140 Befragten waren dafür, dass es genau 50 Prozent an Frauen gibt. Am Ende ergab der Durchschnitt jedoch 43 Prozent. Das Ergebnis zeigt, dass die Abgeordneten weitaus offener gegenüber der Gleichberechtigung sind als erwartet. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus.

Im Unterhaus sind nur zehn Prozent Frauen und im Oberhaus machen sie 21 Prozent aus. Einen deutlichen Unterschied gibt es nach wie vor, obwohl laut einer neuen Reglung von 2018 Parteien gleich viele weibliche und männliche Kandidaten aufstellen sollen. Wie weit die Kluft trotz der Reglung ist, zeigen die Kandidaten für die aktuelle Wahl am 21. Juli. Je nach Partei gibt es eine Frauenquote von acht Prozent bis 71 Prozent.

Die Umfrage befasste sich jedoch nicht nur mit der allgemeinen Frauenquote. Ebenfalls fragte Mainichi, welche Reformen erforderlich sind, um die Zahl der Frauen zu erhöhen. 49 Prozent entschieden sich für einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz, den Parteien bei der Aufstellung ihrer Kandidaten erfüllen müssen.

Frauen befürchten sexuelle Belästigung

Jeder Vierte war für Subventionen für Parteien, die einen hohen Frauenanteil vorweisen können. 23 Prozent wollen eine gesetzliche Quote für den lokalen Wahlkreis und 21 Prozent waren für eine Erhöhung der Repräsentantensitze, damit Frauen eher ein Platz erhalten.

Zum Schluss fragte die Umfrage noch, was es für Veränderungen gebe, wenn die Zahl der Frauen auf 30 Prozent steigen würde. Die Zahl ist dabei nicht zufällig gewählt. Experten gehen davon aus, dass 30 Prozent genau der Prozentsatz ist, der in der lokalen und nationalen Regierung und Politik wesentliche Veränderungen bringen würde.

79 Prozent der Befragten glauben, dass es eine stärkere Berücksichtigung von Beruf und Privatleben bei den Abgeordneten gäbe. 76 Prozent der Männer und 89 Prozent der Frauen entschieden sich für die Antwort. Bei dem Thema sexuelle Belästigung waren die Meinungen sehr verschieden. 64 Prozent der Frauen glauben, dass die Belästigungen steigen würden, während nur 28 Prozent der Männer derselben Ansicht sind.

Quelle: MS

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