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Ältere Bewohner von Okinawa protestieren weiter gegen US-Basis

Vor einem Monat sorgte Jinshiro Motoyama mit seinem Hungerstreik gegen den Ausbau der US-Militärstartbahn auf Okinawa für Aufsehen. Jetzt nahm er an einer weiteren Aktion teil, bei der Menschen versuchen, den Bau zu verzögern. Diesmal versuchten sie die Baustelle für Lastwagen zu blockieren.

Ein erstes Referendum zeigte, dass 70 Prozent der Wähler auf Okinawa gegen die Erweiterung der Militärbasis in Henoko waren. Die Abstimmung war allerdings nicht bindend. Die japanische Regierung beschloss, dass Projekt weiterzuführen, das bereits seit langem mit der US-Regierung abgesprochen war.

Motoyama erklärte, dass es ein langer Kampf werden wird, den er allerdings nicht bis zum Ende kämpfen würde. Bald werde er nach Tokyo zurückkehren, um sein Studium wieder aufzunehmen. Schließlich brauche er später einen guten Job, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dadurch möchte er auch den nächsten Generationen helfen, nicht aufzugeben.

Da Anführer wie Motoyama dem Protest fehlen und viele der Inselbewohner inzwischen akzeptiert haben, dass der Ausbau kommen wird, sind es nur noch wenige eingefleischte Protestler, die weiterhin Widerspruch gegen den Bau einer Startbahn auf einem Korallenriff einlegen.

Die Basis, die in fünf Jahren fertiggestellt sein soll, dient sowohl Flugzeugen als auch Truppen als Heimat. Die Vereinigten Staaten und Japan beschlossen bereits 1996, das Projekt gemeinsam voranzutreiben. Viele Einheimische wollen, dass die US-Marine die Insel komplett räumt.

Im Zweiten Weltkrieg war Okinawa Schauplatz vieler blutiger Kämpfe. US-Militärbasen, in denen 50.000 Amerikaner lebten, darunter 30.000 Soldaten, nahmen damals einen Fünftel der Gesamtfläche Okinawas ein.

Eine Abreise des Militärs ist aber unwahrscheinlich, denn Washington braucht die strategisch wichtige Inselkette, um weiterhin das benachbarte China im Auge zu behalten. Vor allem Radar, Anti-Schiffs Raketen-Batterien und Tarnkappen-Jäger sind auf Okinawa stationiert.

In Henoko saßen auch jetzt wieder Demonstranten auf der Straße, um die Zufahrt für Lastwagen zu blockieren, die Baumaterial für die Startbahn bringen. Allerdings brachte die Aktion nicht viel. Ein Großteil der Demonstranten bestand aus älteren Menschen, die von den Sicherheitskräften einfach weggetragen wurden. Sie dankten den jungen Leuten wie Motoyama, die soviel Aufmerksamkeit erzielen konnten, sind aber noch nicht bereit aufzugeben.

Quelle: AS

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