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Tsutomu und Seiji Mizushima äußerten sich öffentlich

Anime-Regisseure erklären Unterstützung für Demokratie-Proteste in Hongkong

Tsutomu Mizushima („Girls and Panzer“, „Shirobako“) und Seiji Mizushima („Fullmetall Alchemist“, „Mobile Suit Gundam 00“) machten sich als Anime-Regisseure einen Namen über die Grenzen Japans hinaus.

Am vergangenen Wochenende äußerten sich die beiden auf ihrem privaten Twitter-Account zu den Demokratie-Bemühungen in Hongkong. Beide Regisseure unterstützen die Bestrebungen dort.

Regisseur Tsutomu Mizushima gern politisch aktiv

Am Wochenende twitterte Tsutomu Mizushima, dass er vor allem in letzter Zeit viele Follower aus Hongkong dazu gewonnen hat. Er schrieb, dass er die Demokratie-Bemühungen dort unterstützt und dass er allen Menschen in Hongkong die Daumen drückt, dass sie ihre Ziele erreichen.

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Seiji Mizushima meldete sich kurz darauf ebenfalls via Twitter und erklärte, dass Hongkong ein wunderbarer Ort sei, den er sehr liebe. Auch er unterstützt die Bemühungen der Menschen in der Stadt und hofft, dass ihre Forderungen erfüllt werden. Er wünscht allen seinen Freunden in Hongkong und China, ohne Schmerzen in ihren Herzen leben zu können.

Erst vor Kurzem bekam Tsutomu Mizushima Ärger, weil er sich auf Twitter darüber äußerte, dass es Anime-Schaffenden verboten werde, über Politik zu sprechen. Der Regisseur hatte sich ebenfalls an einer Kampagne gegen die Revision eines Gesetzes für Staatsanwälte geäußert. Er twitterte, dass es seitens der Anime-Industrie einen starken Druck gebe, sich mit politischen Meinungen zurückzuhalten.

Kurz danach meldete er sich aber wieder zu Wort, weil er auf seinen Tweet viele Reaktionen aus China erhielt. Er erklärte dieses Interesse der Chinesen damit, dass viele Menschen aus China ebenfalls gerne Anime schauen und ihr Geld dafür ausgeben, einige Produktionen werden auch direkt aus China unterstützt. Deswegen seien die Menschen aus China so neugierig, wie die Anime-Branche mit der Meinungsfreiheit umgeht.

Winnie Pooh und die Rolle Hongkongs in China

Am Schluss seines Tweets erklärte Tsutomu Mizushima, dass er das Geld aus China für einen Anime über „Winnie the Pooh“ verwenden würde. Die chinesische Übersetzung für „Winnie the Pooh“ wird auf chinesischen Social-Media-Seiten blockiert, weil die Community den Namen des kleinen Bären als Stellvertreter für politische Führer verwendet, um diese lächerlich zu machen.

Seit Juni 2019 gibt es in Hongkong schwere Proteste. Hunderttausende pro-demokratische Demonstranten wehrten sich gegen ein von der Regierung Hongkongs vorgeschlagenes Auslieferungsgesetz mit China. Die Demonstranten stellten insgesamt fünf Forderungen auf.

Als Erstes natürlich die Rücknahme des Gesetzes, außerdem sollten die Proteste nicht mehr als „Unruhen“ bezeichnet werden. Die verhafteten Demonstranten sollen alle freigelassen werden und eine unabhängige Kommission soll das brutale Vorgehen der Polizei bewerten. Außerdem wollen die Demonstranten, dass das Wahlrecht in Teilen revidiert wird, um den Menschen mehr Mitspracherecht zu geben. Bisher wurde allerdings nur die erste Forderung erfüllt. Am vierten September 2019 kündigte die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong formell an, das Auslieferungsgesetz zurückzunehmen.

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