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Die einprägsamen Poster sorgen für Aufmerksamkeit

Anti-Chikan-Kampagne einer japanischen Aktivistin wird online gefeiert

Chikan, das unerlaubte Grapschen in öffentlichen Verkehrsmitteln, ist seit Langem ein Problem in Japan, das einfach nicht verschwinden will. Im letzten Jahr gab es über 1.780 Fälle von Fummelei, von denen 45 Prozent in Zügen stattfanden.

Den Opfern fällt es oft schwer, über das Geschehene zu berichten, außerdem wissen viele nicht genau, wo sie Hilfe finden können. Deswegen gehen offizielle Quellen davon aus, dass die Dunkelzahl wesentlich größer ist.

Chikan immer noch ein Problem

Die Polizei und die Verkehrsbetriebe riefen bereits viele Kampagnen ins Leben, um gegen Chikan vorzugehen. In den meisten japanischen Bahnhöfen hängen Anti-Chikan-Plakate, die darauf hinweisen, dass es sich um ein Verbrechen handelt, oder die Opfer zu mehr Aufmerksamkeit auffordern.

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Das Curvy-Model Marie Egbuchulam ist auch als Aktivistin in Japan sehr aktiv. Sie regte es auf, dass sich diese Kampagnen immer an die Opfer richten, nie an die Täter, deswegen veröffentlichte sie eine Reihe eigener Anti-Chikan-Plakate, auf denen sie ihren Standpunkt deutlich machte. Die Poster verbreiteten sich rasend schnell über die Social Media-Kanäle und führten zu vielen wohlwollenden Kommentaren, vor allem, weil sich die Aktivistin mit einprägsamen Slogans direkt an die Täter wendet.

Besonders in den Sommer-Monaten nehmen die Übergriffe zu, sodass jetzt die perfekte Zeit ist, Aufrufe an die Täter zu richten. Gleichzeitig ruft die Japaner auf einem ihrer Plakate auch andere Menschen auf, den Opfern von sich aus zu helfen, man sollte nicht wegsehen, sondern eingreifen. Marie Egbuchulam weist darauf hin, dass es sich bei Chikan ebenfalls um sexuelle Gewalt handelt, die nicht heruntergespielt werden darf.

Gesamte Gesellschaft im Kampf gegen Grapscher

Die Aktivistin macht sich keine Illusion, dass Chikan so einfach verschwindet, vielmehr will sie erreichen, dass das Problem in den Fokus der Gesellschaft gerückt wird. Ihr Ziel ist, dass sich immer mehr Zeugen bereit erklären, gegen die Täter vorzugehen und die Opfer nicht allein stehen gelassen werden. Indem sich Egbuchulam direkt an die Betrachter richtet, baut sie einen direkten Kontakt zum Betrachter auf und will so alle ansprechen, die bisher eher teilnahmslos daneben standen.

Ihr Tweet sammelte innerhalb kürzester Zeit mehr als 33.000 Likes und wurde mehr als 12.000 Mal retweetet. Auch die Kommentare fallen meistens äußerst positiv auf, viele stimmen ihren einprägsamen Slogans zu. Die Menschen unterstützen sie in ihren Bemühungen, das Bewusstsein aller immer weiter zu schärfen, sodass die Opfer nicht mehr stumm bleiben, sondern Hilfe erhalten.

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