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Anti-Drogen-Poster zieht Kampagne ins Lächerliche

Japan geht im Umgang mit Drogen manchmal seltsame Wege, die daran zweifeln lassen, ob man den Ernst der Lage wirklich schon erkannt hat. Manche Kampagnen sind so merkwürdig, dass sie eher als Vorlage für einen Slap Stick-Witz herhalten können, ehe man sie ernst nehmen kann.

Ein Twitter-Nutzer veröffentlichte das Bild eines Posters für eine Anti-Drogen-Kampagne, das er entdeckt hatte. Das Plakat empfiehlt Süchtigen doch lieber ein paar Udon-Nudeln, anstatt von Rauschmitteln zu schlürfen. Anstatt zu weißem Pulver, wie Kokain zu greifen, solle man lieber Weizenmehl konsumieren.

Das Bild wird entsprechend heftig im Netz diskutiert. Man weiß nicht, was die Planer mit der Message des Plakats erreichen wollten. Ob diejenigen an die sich die Nachricht richtet, damit etwas anfangen können, bleibt eher unwahrscheinlich. Während einige Nutzer dem Designer ein Drogen-Problem andichten, ist manchen Bewohnern der Region das Plakat einfach nur peinlich, was verständlich ist.

Die Präfektur Kagawa entschied sich im Kampf gegen Drogen auf Humor zu setzen. Die Region ist bekannt für ihre Sanuki Udon-Nudeln, weswegen man sich offensichtlich für einen passenden Seitenhieb auf das einheimische Produkt entschied. Ob man damit allerdings beim Adressaten erfolgt hat, bleibt abzuwarten.

Das Poster an sich kann natürlich mit Humor betrachtet werden. Drogenabhängigkeit ist allerdings nichts, worüber man sich lustig machen sollte. Dass die Präfektur das Poster offiziell für seine Kampagne benutzt, ist enttäuschend. Denn Udon helfen einem Abhängigen genauso wenig, wie der Hinweis einfach nein sagen zu können.

Anti-Drogen-Poster
Bild: Twitter / @clochette0707

Quelle: Hachima Kiko

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