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Viele offene Streitigkeiten

Beziehungen zwischen Japan und Südkorea bleiben frostig

Vor fünf Jahren trat das Abkommen zwischen Japan und Südkorea in Kraft, mit dem die Fragen der sogenannten „Trostfrauen“ gelöst werden sollte.

Das Abkommen wurde 2015 zwischen dem damaligen japanischen Premierminister Shinzo Abe und dem südkoreanischen Präsidenten Park Geun Hye geschlossen und wurde als Meilenstein gefeiert.

Trostfrauen weiterhin der Hauptstreitpunkt zwischen Japan und Südkorea

Das Abkommen beinhaltet, dass Japan die Verantwortung für das Leiden der Frauen anerkennt und eine Abfindung in der Gesamthöhe von 1 Milliarde Yen in einem Fonds, der von der südkoreanischen Regierung eingerichtet wurde, um die noch lebenden Opfer zu unterstützen, zahlt.

Doch in diesen 5 Jahren entwickelten sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht sehr positiv, genauer sind die Beziehungen mittlerweile sehr frostig.

Japan kritisiert die Regierung von Präsident Moon Jae In, der 2017 sein Amt antrat, dafür, dass sie die Aufstellung von Statuen, die die Trostfrauen symbolisieren, erlaubt hat, von denen es jetzt etwa 140 auf der ganzen Welt gibt, einschließlich derjenigen in Seoul, was dem Geist des Abkommens widerspricht. Auch in Berlin wurde eine Statue aufgestellt, was ebenfalls Kritik aus Japan nach sich zog.

„Das Trostfrauenabkommen war ein Abkommen zwischen den Ländern. Auch wenn die Regierung wechselt, haben beide Regierungen die Verantwortung, das Abkommen umzusetzen“, sagte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi am Freitag auf einer Pressekonferenz. „Das Abkommen wurde von der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der USA, gelobt und seine stetige Umsetzung ist Südkoreas Pflicht gegenüber der internationalen Gesellschaft“

Streit um Gerichtsurteil

Allerdings ist dies nicht der einzige Streit zwischen Japan und Südkorea, denn ein Gerichtsurteil im Jahr 2018, das die Vermögenswerte von japanischen Unternehmen einfror, wenn sie im 2. Weltkrieg koreanische Zwangsarbeiter eingesetzt haben, sorgte für große Kritik.

Japan sieht das Urteil als ein Verstoß gegen das 1965 unterzeichnete Abkommen an, in dem festgehalten wurde, dass alle Fragen zu den Ansprüchen von Zwangsarbeitern klärt.

Als Reaktion verschärfte das Land seine Exportbestimmungen gegenüber Südkorea und drängt seinen Nachbarn dazu, die Schadensersatzforderungen abzuweisen.

Südkoreas Präsident sagte allerdings nur, dass er die gerichtliche Entscheidung respektiere. Er wollte in diesem Jahr ein Gipfeltreffen zwischen Südkorea, Japan und China veranstalten, das aber wegen der angespannten Beziehungen zwischen Tokyo und Seoul in der Frage der Kriegsarbeit wahrscheinlich verschoben wird.

Damit wird der Streit wohl noch eine Weile weitergehen.

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