Anzeige
HomeNachrichten aus JapanPolitikChef der Anti-NHK-Partei der Bedrohung beschuldigt

Er soll ein ausgetretenes Mitglied bedroht haben

Chef der Anti-NHK-Partei der Bedrohung beschuldigt

Die Polizei von Tokyo hat eine Anklage an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Sie richtet sich gegen den Parteichef der Anti-NHK-Partei, der ein Mitglied bedroht haben soll, das die Partei verlassen hat.

Anzeige

Takashi Tachibana, der Chef der Partei, die sich gegen den Sender NHK wehren möchte, ist Mitglied des Oberhauses in Japan. Er wies die Beschuldigung zurück und gab an, seine Aussagen seien keine Bedrohung gewesen.

Drohung gegen ehemaliges Mitglied und seine Familie

Die Vorwürfe stammen aus einem Video, das er Anfang Juli auf YouTube veröffentlicht hat. Darin kritisierte Tachibana ein Versammlungsmitglied der Tokyoter Chuo-Station, das die Partei verließ, die kurz N-Koku genannt wird.

N-Koku hatte den Abgeordneten unterstützt, als er bei den vereinheitlichten Kommunalwahlen im April den Sitz gewann. „Wir werden sein Leben komplett zerstören“, sagte Tachibana laut Quellen im Video. Er bezog sich auch auf die Familienmitglieder des Abgeordneten.

Im August meldete der Abgeordnete das Video der Polizei. Die Polizei hat das Video untersucht und Tachibana auf freiwilliger Basis mehrmals verhört. Tachibana sagte in einem Video, das auf YouTube am 2. Oktober veröffentlicht wurde, dass er als Abgeordneter zurücktreten würde, wenn er in dieser Angelegenheit verurteilt würde.

Immer wieder Skandale um die Anti-NHK Partei

Anzeige

Die Anti-NHK Partei hat immer wieder für Skandale gesorgt. Erst vor wenigen Tagen hatte der Parteichef ein Video veröffentlicht, in dem er Völkermord als ein Mittel gegen Überbevölkerung nannte. Auch weitere rassistische Aussagen folgten in dem Video.

Das Ziel der Partei ist eine „Zerstörung“ des japanischen öffentlich-rechtlichen Senders NHK. Zur Überraschung von Politik und Öffentlichkeit gewannen sie bei der Wahl zum Oberhaus im Juli einen Sitz. Tachibana, ein ehemaliger NHK-Mitarbeiter, hat vorgeschlagen, NHK-Sendungen zu verschlüsseln, damit Menschen, die die Programme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht sehen, Abonnementgebühren vermeiden können.

AS

Anzeige
Anzeige