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China warnt Japan vor dem Einsatz von US-Raketen

Stationierung nicht ohne Auswirkungen

China hat Japan und Südkorea davor gewarnt, dass sich die Beziehungen zu Peking verschlechtern wird, wenn die beiden Länder es zulassen, dass die USA Mittelstreckenraketen stationieren.

Pekings Besorgnis kam auf, nachdem US-Präsident Donald Trump aus dem Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) -Vertrag mit Russland ausgetreten ist. Er begründete den Austritt damit, dass China solche Raketen entwickelt und der Vertrag diese nicht erfasst.

Bedenken über die Stationierung von US-Raketen

Nach Angaben der japanischen und der US-Regierung hat China seine Besorgnis bei einem Treffen am Rande der Außenministerkonferenz zwischen Japan, China und Südkorea im August in Peking zum Ausdruck gebracht.

„Wenn die Vereinigten Staaten Mittelstreckenraketen in Japan einsetzen, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Japan und China“, sagte Chinas Außenminister Wang Yi gegenüber Japans Außenminister Taro Kono.

Ähnlich äußerte sich Wang bei seinem Treffen mit dem südkoreanischen Außenminister Kang Kyung-wha.

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USA will Japans Hilfe, um Raketenlücke zu China zu schließen

Im Oktober brachte China erneut seine Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass die USA Mittelstreckenraketen in Japan und Südkorea stationieren will.

USA will Raketen schnell stationieren

Randall Schriver, der stellvertretende US-Verteidigungsminister für Sicherheitsfragen im indopazifischen Raum, besuchte Peking, um sich mit seinen Kollegen zu treffen, die über den möglichen Raketeneinsatz informierten.

Anschließend landete Schriver in Tokyo, wo er hochrangigen Vertretern des Außen- und Verteidigungsministeriums die Position Chinas erklärte. Er beschrieb die Reaktion aus Peking als interessant.

Laut US-Verteidigungsminister Mark Esper soll die Raketen so schnell wie möglich in den beiden Ländern stationiert werden, um die „Raketenlücke“ zu China zu schließen.

„Statt einer eurozentrischen Perspektive auf INF, die die strategische Stabilität Europas in den Vordergrund stellen soll, müssen wir es so sehen, dass auch die Verschiebung des konventionellen militärischen Gleichgewichts in Asien berücksichtigt wird“, sagte Eric Sayers, ein ehemaliger Sonderassistent des damaligen Admirals Harry Harris, ehemaliger Chef des US Pacific Command.

Japan und China haben ein gutes Verhältnis

Tokyo und Peking hatten in den letzten Jahren eine gute Beziehung, zum großen Teil, weil China sich Japan zugewandt hat, da es von der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump mit einer härteren Sicherheits- und Handelsgrenze konfrontiert wird.

Jede Entscheidung, die US-Raketen auf japanischem Boden einzusetzen, könnte auch die Sicherheitsdebatte des Landes verkomplizieren.

Japan plant, im nächsten Jahr auf einer Basis in der Präfektur Okinawa eigene Raketen mit größerer Reichweite zu stationieren, um Chinas Expansion entgegenzuwirken. Dieser Schritt könnte allerdings gegen die pazifistische Verfassung des Landes verstoßen.

Gegenmaßnahmen zu erwarten

„China wird nicht untätig bleiben und gezwungen sein, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, falls die USA bodengestützte Mittelstreckenraketen in diesem Teil der Welt einsetzen“, sagte Fu Cong, Direktor der Abteilung für Rüstungskontrolle des chinesischen Außenministeriums.

Er warnte auch andere Nationen, insbesondere Japan, Südkorea und Australien, umsichtig zu sein und den USA nicht zu erlauben, die Waffen in ihrem Land einzusetzen, was eine Drohung darstellen würde, da dies nicht den nationalen Sicherheitsinteressen dieser Länder dienen würde.

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