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Deutschland lehnt Japans Angebot für neue Patrouillenflugzeuge ab

Da Deutschland die Modernisierung der Lockheed P-3C Orion beendet hat und die im  Dienst befindlichen Flugzeuge ab 2025 außer Dienst stellen will, läuft zurzeit die Suche nach einer Übergangslösung.

Japan hatte dafür sein Patrouillenflugzeug P-1 angeboten, mit dem Ziel seine Rüstungsexporte anzukurbeln.

Deutschland bezweifelt die Eignung der P-1

Laut japanischen Medien ist die deutsche Regierung allerdings skeptisch, dass sich die P-1 als Übergangslösung eignet, da man befürchtet, dass das Flugzeug keine Zulassung als Militärflugzeug bekommen könnte.

Im Rahmen von Japans Bemühungen, die Exporte von Verteidigungsgütern anzukurbeln, hat das Land versucht, Technologien aus seinen P-1-Patrouillenflugzeugen für die Entwicklung eines Nachfolgers der P-3C anzubieten.

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Deutschland hat die Beteiligung Japans positiver beurteilt als Frankreich, das ebenfalls an der Entwicklung beteiligt ist, und Interesse an der P-1 gezeigt. Die veränderte Haltung Berlins benachteiligt Japan im Wettbewerb mit Konkurrenten wie dem US-Luftfahrtgiganten Boeing Co.

Die P-1 wurde vom Verteidigungsministerium und Kawasaki Heavy Industries Ltd. als erstes in Japan hergestelltes Patrouillenflugzeug entwickelt. Sie wird seit 2013 von der Maritime Self-Defense Force zur Überwachung von U-Booten und anderen Schiffen eingesetzt.

In der Vergangenheit versuchte Japan, die P-1 an das Vereinigte Königreich und Neuseeland zu verkaufen, aber die Konkurrenz der P-8 Poseidon von Boeing war zu stark.

Neue Patrouillenflugzeuge bis 2035

Im Juni beschloss das deutsche Verteidigungsministerium, den Einsatz der aktuellen P-3C Orion, die von der Lockheed Martin Corp. gebaut wird, im Jahr 2025, noch vor dem ursprünglichen Zeitplan von 2035, wegen hoher Reparaturanfälligkeit außer Dienst zu stellen. Die Regierung plant die Beschaffung neuer Patrouillenflugzeuge und deren Einsatz bis 2035.

Das deutsche Ministerium hat mehrere Kandidaten, darunter die P-8, als Überbrückungsflugzeuge aufgelistet, Japans P-1 wurde in der Liste nicht erwähnt.

Die deutsche Regierung geht davon aus, dass es mehr als fünf Jahre dauern würde, bis die P-1 die Musterzulassung erhalten würde und bezweifelt, dass das Flugzeug bis 2025 einsatzbereit sein könnte, heißt es aus dem Verteidigungsministerium.

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