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HomeNachrichten aus JapanPolitikDurchschnittseinkommen der Politiker in Japan durch die Pandemie gesunken

Zum zweiten Mal in Folge

Durchschnittseinkommen der Politiker in Japan durch die Pandemie gesunken

Das Durchschnittseinkommen der Politiker in Japan ist 2020 wegen der Pandemie gesunken. Es wurde seit Mai 2020 um 20 Prozent gekürzt.

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Durchschnittlich verdiente ein Gesetzgeber im vergangenen Jahr 24,16 Millionen Yen (ca. 183.905 Euro). Aktuellen Daten des Parlaments zufolge also 110.000 weniger als noch 2019. Allerdings verdienten viele Politiker nun deutlich mehr durch Nebeneinkünfte.

Durchschnittseinkommen sinkt das zweite Jahr in Folge

Das Durchschnittseinkommen ist damit das zweite Jahr in Folge gesunken. Zuletzt hatte das durchschnittliche Einkommen 2018 ein Rekordhoch erreicht.

Taichiro Motoe, Mitglied der LDP im Oberhaus, führt die Liste von 702 Politikern mit 1,91 Milliarden Yen (ca. 14,5 Millionen Euro) an. Er ist damit zum zweiten Mal in Folge der Spitzenverdiener unter den japanischen Politikern.

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Der Anwalt, der zum Politiker wurde und eine Portalseite für Rechtsberatungen gründete, kam im Jahr 2019 durch Gewinne aus Aktienverkäufen und erhaltene Dividenden noch auf ein Einkommen von 845,02 Millionen Yen (ca. 6,4 Millionen Euro).

Auch das Einkommen von Yukihito Koga von der CDPJ stieg an. 2020 verdiente er 116,81 Millionen Yen (ca. 889.274 Euro). Davon waren allein 98,7 Millionen Yen Gewinne aus dem Devisenhandel.

Premierminister Yoshihide Suga verdient von allen Parteivorsitzenden mit 38,71 Millionen Yen (ca. 294.699 Euro) am meisten.

Sugas Einkommen rangiert auf Platz 23 der Liste der bestverdienenden Politiker in Japan, da er mehr Geld durch seine wachsende Medienpräsenz bekam, nachdem er im vergangenen September Premierminister geworden war.

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Yuko Edano, die Vorsitzende der CDPJ, ist mit einem Einkommen von 18,07 Millionen Yen an letzter Stelle der Parteivorsitzenden.

Das Durchschnittseinkommen eines LDP-Politikers lag im vergangenen Jahr bei 27,27 Millionen Yen (ca. 207.662). Damit lässt sich ein durchschnittliches Plus von 1,19 Millionen Yen gegenüber 2019 verzeichnen.

Von den 20 Spitzenverdienern auf der Liste nehmen LDP-Mitglieder 13 Plätze ein.

Frauen verdienen deutlich weniger

Die Daten zeigen auch, dass das durchschnittliche Einkommen weiblicher Abgeordneter im letzten Jahr 19,25 Millionen Yen (ca. 146.568 Euro) betrug, während das der männlichen Abgeordneten bei 24,99 Millionen Yen (ca. 190.272 Euro) lag. Das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern in der japanischen Politik wird hier somit noch einmal klar verdeutlicht.

Unter den 101 weiblichen Abgeordneten verdiente die Präsidentin des Oberhauses, Akiko Santo, mit 32,03 Millionen Yen (ca. 243.812 euro) am meisten, obwohl sie auf der Gesamtliste nur auf Platz 40 liegt.

Die Daten zum Durchschnittseinkommen umfassten 459 Mitglieder des Unterhauses und 243 Mitglieder des Oberhauses, die im Berichtsjahr einen Sitz im Parlament hatten.

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