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HomeNachrichten aus JapanPolitikEin Drittel der Kandidaten bei den Oberhauswahlen in Japan ist weiblich

Frauenquote bei den Regierungsparteien wieder unter dem Durchschnitt

Ein Drittel der Kandidaten bei den Oberhauswahlen in Japan ist weiblich

Der Frauenanteil bei den kommenden Oberhauswahlen in Japan hat mit 33,2 Prozent einen Rekordanteil erreicht, liegt zum ersten Mal über 30 Prozent und damit deutlich mehr als die 20 Prozent bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr. Insbesondere die LDP sticht immer wieder negativ hervor, was den Frauenanteil angeht.

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Der bisherige Rekord bei einer nationalen Wahl in Japan lag 2019 bei 28,1 Prozent, ein Jahr nach dem Inkrafttreten eines Gesetzes über die Geschlechterparität bei Kandidaten. Das Gesetz fordert von den Parteien, dass die gleiche Anzahl Männer und Frauen für eine Wahl aufgestellt werden sollen.

35 Prozent der Kandidaten sollen Frauen sein

Die Aufteilung der Kandidatinnen bei den Oberhauswahlen wird allerdings von den Oppositionsparteien angetrieben. Die Zahl der Kandidatinnen der Regierungsparteien liegt deutlich unter 25 Prozent. Dabei ist es eigentlich Ziel der japanischen Regierung bis 2025, das 35 Prozent der Kandidaten bei nationalen Wahlen Frauen sind.

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Das Ziel hat bisher nur die Kommunistische Partei Japans mit 55,2 Prozent, Demokratische Verfassungspartei Japans mit 51 Prozent und die Demokratische Partei für das Volk mit 40,9 Prozent erreicht.

Bei der LDP beträgt der Frauenanteil bei den Kandidaten 23,2 Prozent und bei der Komeito 20,8 Prozent, also deutlich unter den gesteckten Zielen.

125 Sitze stehen im Oberhaus zur Wahl

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Von den insgesamt 545 registrierten Kandidaten sind 181 Frauen. In den Präfekturwahlkreisen sind 122 von 367 Kandidaten, d. h. 33,2 Prozent, Frauen, während im Verhältniswahlkreis 59 von 178 Kandidaten, d. h. 33,1 Prozent, weiblich sind.

Insgesamt stehen 125 Sitze zur Wahl, darunter einer, der in einer Nachwahl in der Präfektur Kanagawa bestimmt wird.

Der Anteil der weiblichen Kandidaten bei den Oberhauswahlen ist in den letzten Jahren gestiegen: 22,9 Prozent im Jahr 2010, 24,2 Prozent im Jahr 2013, 24,7 Prozent im Jahr 2016 und 28,1 Prozent im Jahr 2019.

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