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Heikles Treffen

Erstes Gipfeltreffen zwischen Japan und Südkorea seit drei Jahren

Japan und Südkorea haben sich zum ersten Mal seit drei Jahren zu einem Gipfeltreffen in Phnom Penh am Rand der ASEAN-Konferenz getroffen.

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Für den japanischen Premierminister und dem südkoreanischen Präsidenten war es das erste Gespräch, seitdem beide an die Macht gekommen sind.

Japan und Südkorea einigen sich auf Zusammenarbeit bei der Verteidigung

„Die beiden Länder waren sich einig, dass ein Gipfeltreffen zur Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich notwendig ist“, sagte Kim Sung-han, Leiter des Büros für nationale Sicherheit im südkoreanischen Präsidialamt.

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Das letzte Mal trafen sich Japan und Südkorea offiziell im Dezember 2019. Der hauptsächliche Grund, wieso es danach erst einmal kein Treffen mehr gab, waren die Differenzen wegen der Frage der Entschädigung von ehemaligen Zwangsarbeitern.

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Nach dem Treffen am 13. November erklärte der japanische Premierminister, dass er und sein südkoreanischer Kollege bekräftigten, dass sie eine baldige Lösung des Problems anstreben würden und verwies auf die Beschleunigung der diplomatischen Gespräche.

Der südkoreanische Präsident hatte direkt zu Beginn seiner Amtszeit die Bereitschaft signalisiert, die Beziehungen zu Japan zu verbessern.

Die japanische Regierung zögerte allerdings, sich auf Gespräche einzulassen und vertrat die Position, dass ein Treffen erst stattfinden kann, wenn die Frage der Entschädigung geklärt ist.

Da Nordkorea allerdings immer mehr provoziert und droht, änderte die japanische Regierung ihre Meinung, da eine Zusammenarbeit mit Südkorea wichtig für die Sicherheit in der Region ist.

Treffen für beide Staatschefs kritisch

Das Treffen könnte allerdings dazu führen, dass der japanische Premierminister Kritik von den konservativen Kräften innerhalb seiner Partei hinnehmen muss, was wegen sinkender Zustimmungswerte den Druck auf ihn erhöht.

Auch der südkoreanische Präsident befindet sich unter Druck wegen der Massenpanik in Seoul, bei der mehr als 150 Menschen starben.

Der südkoreanische Präsident plante eigentlich, den Gipfel in Phnom Penh abzusagen, allerdings war es Japan, dass auf die Gespräche bestand.

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