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Feuer wütet seit zwei Jahren unter ehemaliger Bergbaustadt

Die einst blühende Bergbaustadt Taku in der Präfektur Saga zahlt einen hohen Preis für ihre ehemalige Industrie. Vor zwei Jahren brach dort ein Feuer unter der Erde aus, das bis heute unkontrolliert wütet.

Die Behörden erklärten, dass es aktuell keinen Weg gebe, das Feuer zu löschen. Was den Verantwortlichen noch mehr Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass das Inferno durch angesammelte Kohleabfälle und Staub noch zu wachsen scheint.

Die Anwohner über Taku leiden heute schon oft an den aufsteigenden Dämpfen. Vor allem in den letzten vier Wochen spitzte sich die Situation zu. Viele Anwohner fühlen sich krank, wenn sie einen bestimmten Bereich der Stadt betreten.

In seiner Blütezeit, Anfang der 1960er Jahre, zählte Taku rund 45.000 Einwohner. Die Zahl sank auf rund 20.000 Personen im August 2018. Die Stadt verfügte einst über 14 Kohle-Zechen, die jedoch alle bereits bis 1972 dicht gemacht wurden.

Das Feuer wütet in einem Gebiet, das als Kulm-Berg bekannt ist. Dabei handelt es sich um einen etwa 10 Meter hohen Hügel, der aus minderwertigen Kohleabfällen besteht. Die Reste der ehemaligen Arbeiten fingen im Frühjahr 2017 Feuer, nachdem ein Mann gefällte Bäume verbrennen wollte.

Das Feuer breitete sich unter der Erde aus, wo es reichlich Brennstoff findet. Die Kohle-Abfälle reichen bis heute, um den Brand am Leben zu erhalten. Die örtliche Feuerwehr brachte das Feuer an der Oberfläche schnell unter Kontrolle, bei dem unterirdischen Brand hatte sie nicht so viel Glück.

Die Stadtverwaltung, die eng mit der Feuerwehr zusammenarbeitet, ließ alle Bäume in der Nähe fällen und leitet regelmäßig eine Menge Wasser in das Gebiet ab. Auf diese Weise hoffen die Verantwortlichen, die Ausbreitung des unterirdischen Feuers zu verhindern.

Obwohl Taku in einer ländlichen Gegend liegt, befindet sich der Gipfel des Kulm-Bergs in der Nähe der Innenstadt. Auch die Taku High School liegt nah bei der Brandquelle. Eine weiße Wolke wogt die meiste Zeit den Berg hinauf und jedes Mal, wenn der Wind dreht, verbreitet sich ein stechender Geruch in der gesamten Gegend.

Feuer-Berg in Taku
Bild: Nami Sugiura

In der Vergangenheit gab es ähnliche Brände. Auf dem Lagerplatz eines ehemaligen Zementwerkes in der Präfektur Hyogo brach 2003 ein ähnliches Feuer aus, ein Kulm in der Präfektur Fukuoka geriet 2017 in Brand. Allerdings ist es selten, dass die Brände zwei Jahre andauern.

Der Brand in Taku ist vor allem deswegen so schwer zu löschen, weil er unter der Erde liegt. Ein Verantwortlicher der Stadtverwaltung brachte den Vorschlag ins Gespräch, das Feuer durch eine unterirdische Überschwemmung zu löschen. Das Projekt befindet sich gerade in Planung, allerdings steht auch die Befürchtung im Raum, dass sich das Feuer durch das Graben noch weiter ausbreiten könnte.

Die Beamten der zentralen Fire and Disaster Management Agency aus Tokyo führen derzeit Feldversuche in der Region von Taku durch, bevor sie entscheiden, wie es mit dem Lösch-Projekt weitergeht.

Quelle: The Asahi Shimbun

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