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G20-Minister beraten in Japan über Anschläge auf Schiffe

Auch Umweltschutz ist ein Thema

Nach den Anschlägen auf Öltanker im Nahen Osten zeigen sich die Umwelt- und Energieminister der G20-Staaten besorgt. Sie fürchten eine Unterbrechung der Kraftstoffversorgung. Bereits am Samstag trafen sie sich am Rande des G20-Gipfels.

Die Minister treffen sich zwei Tage lang in Karuizawa in Zentraljapan, um ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen. Die Anschläge am Donnerstag hatten die Spannung im Nahen Osten verschärft und außerdem für einen starken Anstieg der Rohölpreise gesorgt. Auch ein Schiff eines japanischen Unternehmens war betroffen. Der japanische Industrieminister Hiroshige Seko, einer der Leiter des Treffens, betonte die Wichtigkeit eines gemeinsamen Vorgehens: „Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft gemeinsam auf solche Vorfälle reagiert, um die globale Energiesicherheit zu gewährleisten.“

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USA beschuldigen den Iran

Doch die USA störten die Einheit, indem sie den Iran für die Anschläge verantwortlich machten – was der Iran entschieden von sich weist. Die Spannungen befinden sich zurzeit auf einem Hochpunkt. Zum Zeitpunkt des Anschlags war Japans Premierminister Shinzo Abe in Teheran, um zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln. Minister Seko sagte seinem amerikanischen Kollegen Dan Brouillette, er sei „sehr besorgt“ über die Anschläge und hoffe, dass die Weltgemeinschaft die Vorfälle aufklären könne.

Brouillette erklärte Seko daraufhin, er werde mit seiner Regierung in Washington Rücksprache halten: „Ich erkenne Ihre Bedenken bezüglich der Aktivitäten in der Straße von Hormus an und werde zurück nach Washington gehen. Ich werde über einige der Geheimdienstangelegenheiten informiert werden und ich verspreche, Sie anzurufen, um Ihnen mitzuteilen, was ich erfahre.“

G20-Minister sprechen auch über Kunststoffabfälle

Neben diesen aktuellen Ereignissen stehen auch Möglichkeiten zur Nutzung sauberer Energiequellen wie Wasserstoff sowie Bemühungen zur Reduzierung von Kunststoffabfällen im Meer auf der Tagesordnung. Vor allem der Kunststoffabfall ist ein großes Problem. Jährlich werden 300 Millionen Tonnen Abfälle produziert, von denen 8 Millionen Tonnen in den Weltmeeren landen. Dies hat eine fatale Umweltverschmutzung sowie Artensterben zur Folge. Im vergangenen Jahr hatte Japan Kritik einstecken müssen, weil sie, wie die USA, eine Erklärung der G7 nicht unterzeichnen wollten. Doch aktuell versucht Japan verschiedene Konzepte zur Verhinderung der Umweltverschmutzung durch Plastik zu entwickeln.

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Vor dem anstehenden G20-Gipfel stellte Seko heraus, wie wichtig Japan die Vermeidung von Plastikmüll sei: Das Thema „ist ein globales Problem, das sowohl vom öffentlichen als auch vom privaten Sektor angegangen werden muss“. Japan wolle etwa Unternehmen verpflichten, für Einweg-Plastiktüten Geld zu verlangen sowie Müll aus Flüssen und Meeren entfernen. Der G20-Gipfel wird Ende des Monats in Osaka stattfinden.

Quelle: Kyodo

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