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G20-Minister legen Rahmen für Vermeidung von Kunststoffabfällen fest

Politik fängt an zu handeln

Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik ist eines der dringlichsten Probleme der aktuellen Umweltpolitik. Während eines zweitägigen Treffens haben sich die Umweltminister der G20-Staaten nun auf einen internationalen Rahmen zu Verminderung der Plastikverschmutzung geeinigt.

Der Rahmen besagt, dass die Länder aufgefordert werden, freiwillige Maßnahmen zur Verringerung der Kunststoffverschmutzung in den Weltmeeren zu ergreifen. Auch wenn diese Maßnahmen nicht bindend sind, bezeichnete der japanische Umweltminister Yoshiaki Harada, einer der Leiter des Treffens, das Abkommen als „große Leistung.“

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Minister sind sich einig, dass Kunststoffabfälle verringert werden müssen

Die Diskussion über Kunststoffabfälle verlief recht entspannt. Alle Minister waren sich einig, dass dieses Problem schnell angegangen werden muss. Sie betonten, wie wichtig es ist, einen „virtuosen Zyklus“ von Umweltschutz und Wirtschaftswachstum zu verwirklichen, der von „bahnbrechenden Innovationen“ im Privatsektor mit Unterstützung der Regierungen angetrieben wird. Die Länder wollen sich regelmäßig über die Erfolge ihrer Maßnahmen austauschen.

Die Maßnahmen sind dringend nötig. Jährlich werden 300 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle produziert und davon landen 8 Millionen Tonnen in den Weltmeeren. Die Kunststoffteile werden von Meerestieren aufgenommen, die daran verenden können. Der größte Teil der Abfälle stammt aus den asiatischen Ländern, darunter die G20-Staaten China und Indonesien. Japan hatte in den letzten Tagen angekündigt, ab April nächsten Jahres eine Gebühr für Plastiktüten zu erheben. Viele weitere Länder der Welt erheben bereits Gebühren für Einwegbeutel oder verbieten sie ganz.

Uneinigkeit bei Treibhausgasen

Doch nicht in allen Umweltfragen herrschte solche Einigkeit. Bei der Diskussion um Treibhausgas-Emissionen gab es Streitigkeiten und die USA, die bereits ihren Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt haben, weigerten sich, eine Verpflichtung zur Senkung der Emissionen zu unterzeichnen. Am Ende des Dokuments wurde demnach vorgeschlagen, dass die Länder mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, ihre Zusagen zum Pariser Abkommen bekräftigen.

Ziel ist es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf deutlich unter 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu halten. Wie die USA sich positionieren werden, ist noch nicht klar. Andrew Wheeler, Leiter der U.S. Environmental Protection Agency, sagte zu Reportern: „Es gibt Länder, die an diesem Wochenende in diesen Dokumenten einige Erklärungen zum Pariser Klimaabkommen abgeben möchten. Ich weiß nicht, ob das wirklich der richtige Ort für diese Diskussion ist.“

Neben diesen Umweltfragen sprachen die Minister auch über die Anschläge auf zwei Tanker in der Nähe der Straße von Hormus. Dieser Vorfall hatte die Spannungen im Nahen Osten verschärft und die Ölpreise in die Höhe getrieben.

Quelle: kyodo

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