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HomeNachrichten aus JapanPolitikGesetz soll Krankenhäuser in Japan zwingen, Corona-Patienten aufzunehmen

Mehr Intensivbetten für Corona-Patienten

Gesetz soll Krankenhäuser in Japan zwingen, Corona-Patienten aufzunehmen

Die japanische Regierung will ein Gesetz ausarbeiten, um Krankenhäuser dazu zu verpflichten, dass sie Corona-Patienten aufnehmen müssen.

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Laut des Entwurfs für eine neue wirtschafts- und finanzpolitische Richtlinie hält die Regierung es für notwendig, so eine ausreichende Anzahl an Krankenhausbetten zu sichern, da viele private medizinische Einrichtungen keine infizierten Menschen aufgenommen haben.

Regierung und Präfekturen sollen Krankenhäuser anweisen dürfen

Der Entwurf der Richtlinie, der am Mittwoch vorgestellt wurde, sieht vor, dass die japanische Regierung schnellstens rechtliche Maßnahmen prüfen wird, die es ihr selbst, aber auch Präfekturverwaltungen erlaubt, Krankenhäuser aufzufordern oder anzuweisen, Patienten, die sich infiziert haben, aufzunehmen.

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Zudem soll auch die Zulassung von Impfstoffen und Medikamenten beschleunigt werden, indem das derzeitige Screening-System überarbeitet wird.

Wenig Infizierte, aber überlastetes Gesundheitssystem

Japan erlebt aktuell eine vierte Infektionswelle, die langsam wieder abflaut. Auch wenn das Land, im Vergleich zu vielen anderen Ländern, eher geringe Infektionszahlen meldete, waren die verfügbaren Intensivbetten innerhalb kürzester Zeit belegt und das Gesundheitssystem in einigen Präfekturen vollkommen überlastet.

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Im Januar gab der japanische Premierminister daher auch zu, dass das Gesundheitssystem des Landes schlecht auf den Anstieg der Corona-Patienten vorbereitet war und räumte ein, dass man mehr Leben hätte retten können.

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