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Gesetzesentwurf in Südkorea erlaubt Spenden von japanischen Firmen an Zwangsarbeiter

Zahlungen sind allerdings fraglich

Der südkoreanische Sprecher der Nationalversammlung erklärte am Montag, dass ein Gesetz ausgearbeitet wurde, das Spenden von japanischen Firmen an ehemalige Kriegsarbeiter erleichtern soll.

Hee-sang Moon erklärte auf einer Pressekonferenz in Tokyo, dass die Spenden von japanischen und südkoreanischen Unternehmen aus beiden Ländern freiwillig gesammelt werden. Es sollen keine rechtlichen Schritte erfolgen, um Firmen dazu zu zwingen, Geld zu spenden.

Beide Länder streiten sich um Entschädigungen für Zwangsarbeiter

Durch den Streit um die Entschädigung für ehemalige Zwangsarbeiter in Südkorea sind die diplomatischen Beziehungen beider Länder auf dem tiefsten Stand seit Jahren.

Beide Länder haben es versäumt, an einer Lösung der Entschädigungen zu arbeiten, seitdem Gerichte in Südkorea entschieden haben, dass japanische Unternehmen Zwangsarbeiter, die während der japanischen Kolonialherrschaft 1910 bis 1945 eingesetzt wurden, entschädigen müssen.

Mehr zum Thema: 
Japan sieht Anzeichen für Südkoreas Bemühungen, die Beziehungen zu verbessern

Mittlerweile sind die Vermögenswerte von Nippon Steel Corp. und einigen anderen japanischen Unternehmen in Südkorea beschlagnahmt worden. Der Verkauf der Vermögenswerte wird aktuell geprüft.

Im Juni schlug Südkorea vor, dass Unternehmen aus beiden Ländern Mittel zur Entschädigung der Opfer bereitstellen sollen. Diese Idee wurde allerdings von der japanischen Regierung direkt abgelehnt.

Japan sagt, dass die Frage der Entschädigung geklärt wurde, als die Länder im Rahmen eines Abkommens von 1965 Beziehungen aufbauten, wobei Tokyo Seoul 500 Millionen Dollar für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zur Verfügung stellte.

Kritik auch für den Umgang mit der Geschichte der „Trostfrauen“

Im Februar zog Moon Kritik aus Japan auf sich, weil er forderte, dass Kaiser Akihito sich für die „Trostfrauen“ entschuldigen soll.

Der Begriff „Trostfrauen“ ist ein Euphemismus, der sich auf Frauen bezieht, die vor und während des Zweiten Weltkriegs zum Sex mit japanischen Soldaten gezwungen wurden.

„Es braucht nur ein Wort vom Premierminister, der Japan vertritt. Ich wünschte, der Kaiser würde es tun, da er bald zurücktritt“, wurde Moon zitiert. „Ist er nicht der Sohn des Hauptverantwortlichen für Kriegsverbrechen?“

Akiko Santo, die Leiterin des japanischen Oberhauses, beschloss, am Rande des G20-Treffens keine persönlichen Gespräche mit Moon zu führen, da sie keine Antwort auf eine schriftliche Aufforderung an ihn erhielt, seine Bemerkungen über den Kaiser zurückzuziehen.

TJT

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