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Abe versucht seine Macht innerhalb der LDP zu stärken

Greift Japans ehemaliger Premierminister wieder zur Macht?

Japans ehemaliger Premierminister Shinzo Abe ist zurück im politischen Spiel. Er dementiert zwar Gerüchte, dass er eine neue Amtszeit als Premierminister anstrebt, allerdings glaubt ihm in der Regierungspartei kaum einer.

„Ich habe das nicht in Erwägung gezogen“, sagte Abe in einem Interview in der Zeitschrift Hanada, während er gleichzeitig seine Unterstützung für die Regierung seines Nachfolgers, Ministerpräsident Yoshihide Suga, zum Ausdruck brachte.

Unterstützung für den amtierenden Premierminister

Ähnlich äußerte sich der ehemalige Premierminister in einer Fernsehsendung, die am 3. Mai, dem nationalen Feiertag „Tag der Verfassung“, ausgestrahlt wurde.

Die Unterstützung kommt für den amtierenden Premierminister sehr gelegen, denn seine Position in der LDP wird immer schwächer und auch die Unterstützung bei der Bevölkerung lässt nach.

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Gleichzeitig äußerte sich Abe allerdings unzufrieden über Sugas Arbeit. Denn obwohl Suga versprochen hatte, die Richtung seines Vorgängers weiter voranzutreiben, entschied er sich schnell dafür, die von Abe gewollte Möglichkeit des Militärs, feindliche Raketenabschussbasen direkt anzugreifen, nicht weiterzuverfolgen.

Außerdem deutete Abe auch an, dass die Regierung stärker gegen die Pandemie kämpfen müsse.

Mögliche Kandidaten für eine Nachfolge Sugas

Abe sprach in dem Interview auch über mögliche Kandidaten für die Nachfolge Sugas und nannte vier Politiker, die alle wichtige Kabinettsposten innehatten, als Abe noch Premierminister war.

Er nannte Außenminister Toshimitsu Motegi, Kabinettschef Katsunobu Kato, Hakubun Shimomura, den Politikchef der LDP, und Fumio Kishida, Außenminister unter Abe, als mögliche Kandidaten.

Er erwähnte jedoch nicht Shigeru Ishiba, den ehemaligen LDP-Generalsekretär, der in der Vergangenheit bei den LDP-Präsidentschaftswahlen gegen Abe und Suga antrat und in Umfragen über den nächsten Premierminister hohe Werte erreicht hat. Auch Taro Kono wurde nicht erwähnt.

Abes Kommentare führen einige in der LDP zu der Annahme, dass er versucht, genügend Einfluss in der Partei zu behalten, um den nächsten Parteipräsidenten zu wählen.

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