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Großbritannien fragt nach Priorität für ein Handelsabkommen mit Japan nach dem Brexit

Handelsabkommen soll Japans Sorgen beruhigen

Die britische Regierung kündigte an, dass sie Unternehmen und die Öffentlichkeit befragen will, welche Priorität ein Handelsabkommen mit Japan nach dem Brexit hat.

Japan ist einer der größten ausländischen Investoren Großbritanniens, der allerdings darauf beruht, dass die britische Regierung jahrelang eine wirtschaftsfreundliche Basis für den Handel in ganz Europa versprochen hatte.

No-Deal-Brexit löst Besorgnis in Japan aus

Die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, hat in Japan die Besorgnis geweckt, dass japanische Unternehmen ihre Aktivitäten verlagern müssen, um weiterhin vom zollfreien Handel mit den europäischen Ländern zu profitieren.

Die Regierung in London kündigte nun an, dass jeder bis zum 4. November seine Meinung zu den Handelsverhandlungen mit Japan, nach dem Brexit, abgeben kann.

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„Die Unternehmen sollten beruhigt sein, dass auf beiden Seiten ein großer politischer Willen besteht, so bald wie möglich mit Japan über ein neues Freihandelsabkommen zu verhandeln“, so die britische Handelsministerin Liz Truss in Tokyo.

„Wenn wir heute unsere Aufforderung zur Einreichung von Beiträgen veröffentlichen, können wir diese förmlichen Verhandlungen rasch aufnehmen und Menschen in ganz Großbritannien die Möglichkeit geben, sich zu dem neuen Abkommen zu äußern.“

EU-Austritt Ende Oktober – auch ohne Deal

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will das Land Ende Oktober aus der Europäischen Union holen und versucht mit allen Mitteln, ein No-Deal-Brexit durchzuziehen.

Einige große japanische Unternehmen haben bereits vor den Auswirkungen eines Brexit ohne ein Abkommen mit der EU gewarnt. Auch Japans Premierminister Shinzo Abe hatte wiederholt aufgefordert, nicht ohne ein Abkommen aus der EU auszutreten.

Der Handel zwischen Großbritannien und Japan hatte im vergangenen Jahr einen Wert von 3,9 Billionen Yen (ca. 32 Milliarden Euro). Fast 1.000 japanische Unternehmen beschäftigen in Großbritannien mehr als 150.000 Menschen.

Die drei japanischen Autohersteller Toyota, Nissan und Honda bauen ungefähr die Hälfe aller Autos, die in Großbritannien produziert wurden. Die Unternehmen haben bereits gewarnt, dass sie auf die ständige Lieferung von Komponenten angewiesen sind. Sie befürchten, dass es zu Problemen in der Produktion kommen wird, wenn das Land die EU ohne ein Handelsabkommen verlässt und Zollkontrollen an den Grenzen erzwingt.

Quelle: MA, Kyodo

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