Stats

Anzeige
Home News Politik Immer mehr junge Beamte in Japan geben auf

Arbeitsreform soll mehr junge Menschen anlocken

Immer mehr junge Beamte in Japan geben auf

Japans Minister für die Verwaltungsreform, Taro Kono, äußerte sich in seinem Blog besorgt darüber, dass immer mehr junge Beamte aufgeben.

Laut seines Blogbeitrags haben im Haushaltsjahr 2019 87 Beamte in den 20er-Jahren aus persönlichen Gründen ihren Job hingeworfen. Die Zahl hat sich innerhalb von sechs Jahren vervierfacht.

Reform vorantreiben, um die Arbeit für junge Beamte attraktiv zu gestalten

Kono schrieb: „Wir werden uns weiterhin bemühen, die arbeitsstilbedingte Reform voranzutreiben und den Bezirk Kasumigaseki ‚weiß‘ zu machen, um talentierte Menschen anzuziehen.“

Mehr zum Thema:  Japans Minister für Verwaltungsreform will Hanko-Pflicht für 785 Verfahren aufheben

Im Bezirk Kasumigaseki sind viele Regierungsministerien und -behörden angesiedelt und der Begriff „weiß“ bezieht sich auf ein arbeitsfreundlicheres Arbeitsumfeld. Laut Kono stieg die Zahl der jungen Beamten, die freiwillig ihren Arbeitsplatz bei zentralen Regierungsbehörden verließen, von 21 im Fiskaljahr 2013, 31 im Fiskaljahr 2014, 34 im Fiskaljahr 2015, 41 im Fiskaljahr 2016, 38 im Fiskaljahr 2017 auf 64 im Fiskaljahr 2018.

Er bezog sich auf eine interne Umfrage des Kabinettbüros für Personalangelegenheiten und erklärte: „Unter den Beamten unter 30 Jahren denken 15 Prozent der männlichen und 10 Prozent der weiblichen Arbeitnehmer, dass sie kündigen wollen.“

Lange Arbeitszeiten einer der Hauptgründe

Genannt wurden dabei unter anderem folgende Grunde: „Ich möchte eine herausfordernde Arbeit, die es mir ermöglicht, mehr zu wachsen“ und „Es ist schwierig, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie aufgrund der langen Arbeitszeiten am derzeitigen Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten“.

Kono argumentierte dann, dass lange Arbeitszeiten in Ministerien und Behörden einer der Gründe für das Ausscheiden junger Beamter seien und hat alle Regierungsstellen aufgefordert zu untersuchen, wie viele Stunden die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz verbringen.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren