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In Osaka entscheidet eine KI über die Zuteilung von Kindertagesstätten

Die Stadtverwaltung von Ikeda (Präfektur Osaka) wird ab dem Geschäftsjahr 2019 eine KI für das Antragsscreening ihrer Kindertagesstätten verwenden. Auch die Autorisierung als staatliche geprüfte Einrichtung soll über das Computerprogramm laufen.

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Der Auswahlprozess zwischen verschiedenen Kindertagesstätten dauert in der Regel hunderte von Stunden. Dank der KI sollen es nur noch wenige Sekunden sein. Die Stadtverwaltung von Ikeda ist der Ansicht, so ihr Personal entlasten zu können, da eine schnellere Benachrichtigung der Eltern und Erziehungsberechtigter möglich ist. Für das neue Projekt stellte der Haushalt der Stadt insgesamt 5,5 Millionen Yen (ca. 44.200 Euro) zur Verfügung. Die KI managt ab dem Frühjahr 2020 den Auswahlprozess von Kindern für die Kindertagesstätten.

Die aktuelle Methode bewertet unter anderem, ob die Erziehungsberechtigten arbeiten gehen und zieht auch die Familienstruktur mit in die Berechnung ein. Ein Mitarbeiter ordnet die Kinder dann in der Präferenz-Reihenfolge ihrer Eltern den Tagesstätten zu. Diese Einzelfallprüfungen dauern eine gewisse Zeit, da auch weitere Aspekte mit einbezogen werden müssen, wie zum Beispiel, ob es Geschwister gibt, die bereits in einer bestimmten Kindertagesstätte betreut werden?

Im Geschäftsjahr 2018 reichten die Eltern rund 700 Anträge bei 24 Einrichtungen in der Stadt ein. Der Auswahlprozess dauerte rund 230 Stunden. Um diese Zeit zu verkürzen, arbeitet die Stadtverwaltung mit den Fujitsu Labors zusammen und entwickelte eine KI, die den Prozess beschleunigt. Bei einem vorher festgelegten Screening-Verfahren ist die KI in der Lage innerhalb weniger Sekunden eine Entscheidung zu treffen. Aus diesem Grund können die Bescheide bereits Mitte Januar 2020 verschickt werden.

Die Kindertagesstätten gehen davon aus, dass alle Betreuerinnen und Betreuer nach ihrem Urlaub ihre Tätigkeit wieder aufnehmen können. Sie werden ebenfalls frühzeitig über die Ergebnisse des Screenings informiert. Darüber hinaus haben die Eltern, die ihre Traum-Kindertagesstätte nicht bekommen haben, Gelegenheit eine andere Einrichtung für ihre Kleinen zu suchen.

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Quelle: The Mainichi

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