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LDP versucht Wahlschlappe von 2017 wettzumachen

In Tokyo wird die neue Stadtverordnetenversammlung gewählt

Heute wird in Tokyo die neue Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die Wahlen werden als Vorgeschmack auf die im Herbst stattfindenden Unterhauswahlen angesehen und erhalten daher große Aufmerksamkeit.

Die LDP und Komeito will die Partei der Gouverneurin Yuriko Koike als stärkste Kraft ablösen und die meisten der 127 Sitze für sich gewinnen.

Komplett offene Wahl

Tomin First (Tokyoter First) hält aktuell 46 Sitze und damit die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Bei der Wahl 2017 hatte die Partei Rückendeckung der Komeito, die in diesem Jahr allerdings mit der LDP zusammenarbeiten.

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Die LDP und die Komeito halten zusammen die zweit- und drittmeisten Sitze in der Versammlung.

Koikes Beliebtheit ist allerdings mit 57,5 Prozent sehr groß, allerdings vertritt sie bei dieser Wahl die Haltung, alle Partien zu unterstützen, die ihre Reformbemühungen unter ihrer Führung akzeptierten.

Aktuelle Umfragen zeigen, dass 31,8 Prozent der Wahlberechtigten für die LDP stimmen wollen, 14,1 Prozent wollen die Komeito wählen, 12,1 Prozent favorisieren Tomin First.

Das Blatt könnte sich allerdings gewendet haben, nachdem Koike vor Kurzem ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die LPD und die Komeito befürchten, dass ihre Gesundheitsprobleme ihr Sympathiepunkte kosten werden.

Koike war Ende Juni wegen Erschöpfung für mehr als eine Woche im Krankenhaus und hatte ihr Amt auf Anraten ihres Arztes nur per Homeoffice ausgeübt, seitdem sie entlassen worden ist.

Am Freitag begab sie sich zum ersten Mal seit ihrer Entlassung in ihr Büro und hielt eine Pressekonferenz ab, um über ihren Zustand und wichtige politische Themen zu informieren.

Wichtigste Themen bei der Wahl in Tokyo: Olympia und Corona

Zu den wichtigsten Wahlkampfthemen bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung gehört die Reaktion auf die Pandemie und die Ausrichtung der Olympischen Spiele.

Da die Infektionszahlen in Tokyo wieder ansteigen ist dies ein gefährliches Thema für die Parteien.

Die LPD und Komeito wollen sich für sichere Spiele einsetzen, Tomin First spricht sich für die Spiele, aber ohne Zuschauer aus.

Die Kommunistische Partei Japans fordert die Absage der Spiele in Tokyo, und die demokratische Verfassungspartei Japans, die größte Oppositionspartei im Parlament, drängt auf eine weitere Verschiebung oder Absage.

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