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Lokale Politiker fordern eine entsprechende Verordnung

In Yamato soll der Blick aufs Handy während des Gehens verboten werden

Für viele Menschen ist es heute normal, während sie zu Fuß unterwegs sind schnell mal einen Blick aufs Handy zu werfen. Viele Städte haben sich schon Maßnahmen ausgedacht, um die Leute zu schützen. Ein neues Gesetz in Japan soll dieses Verhalten strafbar machen.

Im Januar starteten Forscher in der Stadt Yamato (Präfektur Kanagawa) eine Untersuchung, bei der sie die Leute auf den Bahnhöfen Yamato Station und Chuo-Rinkan beobachteten. Insgesamt wurden auf jedem Bahnhof 6.000 Passanten abgepasst. Bei einer Überprüfung kam heraus, dass circa 12 Prozent der Menschen während des Laufens mit ihren Smartphones beschäftigt waren.

Unfallgefahr wegen Handys sehr hoch

In der Stadt Yamato leben circa 240.000 Menschen. Lokale Politiker fanden diese zwölf Prozent zu hoch, denn sie sagen, dass im letzten Jahr die Wahrscheinlichkeit, durch den Blick aufs Handy in einen Unfall verwickelt zu werden, erheblich anstieg. Eine entsprechende Studie ergab, dass durch Ablenkungen viele Unfälle in Yamato passierten und das Smartphone stellte eine massive Ablenkung dar.

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Im Juni soll der Stadtrat von Yamato über den Vorschlag abstimmen, der es verbietet, während des Gehens aufs Handy zu schauen. Sollte der Stadtrat die Verordnung wirklich absegnen, wäre es die erste in Japan, die das Schauen aufs Handy für verboten erklärt.

Im großen gesetzlichen Rahmen würde dies einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung darstellen, denn diese gilt sowohl für Fahrzeuge auch als für Fußgänger, die sich im öffentlichen Raum bewegen. Der Geltungsbereich der neuen Verordnung wurde sowohl Straßen und Bürgersteige als auch öffentliche Plätze und das Gelände rund um Bahnhöfe umfassen.

Kanagawa hat außergewöhnliche Verordnungen

Die Verordnung empfiehlt den Menschen weiterhin, nicht während des Gehens das Handy zu checken, sondern ihr Smartphone an einem ruhigen Ort stillstehend zu benutzen, an dem sie für andere Fußgänger kein Hindernis darstellen. In Kanagawa gibt es bereits eine Verordnung, die die zulässige Spielzeit von Games regelt. Wie bei der Gaming-Verordnung sieht auch das Verbot der Handy-Nutzung während des Gehens bisher aber keine vollstreckbare Strafe vor.

Sollte der Vorschlag beim Stadtrat auf Zustimmung stoßen, könnte er sehr schnell in Kraft treten. Schon ab dem 1. Juli müssten sich die Menschen in Yamato dann eine stille Ecke suchen, wenn sie mal schnell schauen wollen, was online so los ist.

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1 Kommentar

  1. Eine sehr zu begruesende Entwicklung. Ich finde zwar in Tokyo hält es sich in der Tat in grenzen, aber es ist mir schon einige Male passiert, dass eine junge Dame direkt vor mir auf der Treppe in der Bahnstation plötzlich stehen bliebt um auf ihr Handy zu schauen und ich dann fast in sie reingerannt bin.

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