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Japanischer Kabinettschef bedauert Entscheidung vom Bezirk

Japan bedauert Duldung der „Trostfrauen“-Friedensstatue in Berlin

Seit September steht in Berlin-Mitte eine „Trostfrauen“-Friedensstatue, die vom Korea Verband aufgestellt wurde. Wenig überraschend sorgte die Figur in Japan für Proteste. Nachdem erst ein Abriss von deutschen Behörden angeordnet wurde, ruderten sie wieder zurück und erlaubten die Statue stehenzulassen. Das wird nun von japanischer Seite sehr bedauert.

Am Mittwoch hatte die japanische Regierung ihr Bedauern für die Resolution der Berliner Bezirksversammlung ausgedrückt, die am Dienstag beschlossen wurde. Mit der Entscheidung darf die Figur weiterhin an ihrem Standort bleiben. Zuletzt war sie nur vorübergehend geduldet worden und es wurde angegeben, dass nach einem Kompromiss gesucht wird, mit dem auch Japan zufrieden ist.

Japanische Regierung will weiterhin einen Abbau

In einer Pressekonferenz erklärte Kabinettschef Katsunobu Kato, dass die Entscheidung von Berlin der Haltung der japanischen Regierung widerspricht. Ebenfalls sei es nicht mit ihren Ansätzen an sich vereinbar und die Resolution sei allgemein äußerst bedauerlich. Kato gab dabei an, dass die Regierung weiterhin einen Abbau fordern wird. Deutschland hat auf den Kommentar bisher nicht reagiert.

Mehr zum Thema:  Japanische Stadt fordert von Berlin Mitte die Entfernung der "Trostfrauen"-Friedensstatue

Schon letzten Monat hatte das japanische Außenministerium auf Deutsch seinen Standpunkt zu den sogenannten „Trostfrauen“ deutlich gemacht und dabei direkt das Kriegsverbrechen verharmlost.

Japan sieht Angelegenheit der „Trostfrauen“ als geklärt an

Japan streitet ab, dass es Beweise dafür gibt, dass während des Zweiten Weltkriegs Frauen aus besetzten Gebieten wie Südkorea verschleppt und zur Prostitution in den Militär-Bordellen gezwungen wurden.

Gleichzeitig sehen sie das Verbrechen mit einer Entschädigungszahlung im Rahmen eines Abkommens von 1965 und weiteren Zahlungen an Südkorea schon seit Jahren als gelöst an.

Südkorea sieht das jedoch anders, da Japan sich bis heute nicht für die Tat entschuldigt hat und sich mit ihr nicht als ein Kriegsverbrechen ernsthaft auseinandersetzt. Stattdessen wird es totgeschwiegen und abgestritten. Das führte bereits dazu, dass es zu Spannungen zwischen Japan und Südkorea kam, die in den letzten Jahren zugenommen haben. Aber auch im eigenen Land wird empfindlich auf das Thema reagiert, wie zuletzt das Aichi Kunstfestival zeigte.

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