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Spannungen nehmen weiter zu

Japan besorgt über Chinas militärische Aktivitäten in der Nähe von Taiwan

Japan ist besorgt über Chinas militärische Aktivitäten in der Nähe von Taiwan, die eine Antwort auf den Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi sind.

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Japans oberster Regierungssprecher Hiroakazu Matsuno sagte, Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan seien nicht nur für die Sicherheit Japans, sondern auch für die der ganzen Welt wichtig. „Wir hoffen, dass die Taiwan betreffenden Fragen durch einen Dialog friedlich gelöst werden können“, so Matsuno auf einer Pressekonferenz.

Militärübungen auch in Japans Wirtschaftszone

Die japanische Regierung teilte China ihre Besorgnis über die Militärübungen in der Nähe von Taiwan mit und erklärte, das betroffene Gebiet überschneide sich mit Japans Wirtschaftszone. Die Übungen sollen von Donnerstag bis Sonntag rund um Taiwan stattfinden.

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Japan beobachtet den Taiwan-Besuch genau, um dessen Auswirkungen auf die regionale Sicherheit zu beurteilen. Die Frage, ob Japan den Besuch von Pelosi unterstützt, ließ Matsuno jedoch offen und sagte lediglich, er sei nicht in der Lage, diese Frage zu beantworten.

Der Besuch hat zu einer Verschärfung der Spannungen zwischen China und den USA geführt. Die chinesische Regierung hatte vor dem Besuch gewarnt und mit Konsequenzen gedroht, während die US-Regierung erklärte, der Besuch ist kein Signal einer Änderung der Taiwan-Politik.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz

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China betrachtet Taiwan als eine abtrünnige Provinz, die wieder eingegliedert werden soll, wenn nötig auch mit Gewalt. Durch die russische Invasion der Ukraine, sind die Befürchtungen groß, dass die chinesische Regierung dies zum Anlass nimmt, Taiwan anzugreifen.

Japan unterhält seit 1972 enge wirtschaftliche Beziehung zu Taiwan, das Risiko eines militärischen Konflikts sind für Japan allerdings auch wegen der Nähe groß. Zudem streiten sich Japan und China über die Senkaku-Inseln, die von Japan verwaltet, aber von Peking beansprucht werden.

Außerdem nehmen die Spannungen zu, da Japan plant, seine Verfassung zu ändern, um militärisch aktivier werden zu können. China hat jedoch bereits vor einer Verfassungsänderung gewarnt.

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