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Warnung vor der Gefahr des Menschenhandels

Japan bezuschusst Unternehmen, wenn sie Ukrainer einstellen

Das japanische Arbeitsministerium kündigte am Freitag an, dass Unternehmen, die Ukrainer einstellen, die als Evakuierte in das Land gekommen sind, bezuschusst werden.

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Der Zuschuss von bis zu 600.000 Yen (ca. 4.396 Euro), soll dabei helfen, dass die Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind, schnell eine Arbeit finden.

Bis zu 600.000 Yen für Unternehmen, die Ukrainer einstellen

Ukrainer unter 65 Jahren werden in das System der Beschäftigungsanreize für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und alleinstehende Mütter aufgenommen. Die Zuschüsse, die für ein Jahr gelten, belaufen sich auf 600.000 Yen für kleine und mittlere Unternehmen und 500.000 Yen (ca. 3.663 Euro) für Großunternehmen.

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Zudem werden diese Menschen auch in ein anderes System von Beschäftigungsbeihilfen einbezogen, die an Unternehmen gezahlt werden, die in der Regel für drei Monate Personen einstellen, die keine feste Arbeit finden können.  Diese Zuschüsse für Unternehmen belaufen sich auf 120.000 Yen (ca. 879 Euro) pro Arbeitnehmer, die für drei Monate gezahlt werden.

Bis Mittwoch sind 1.055 Menschen aus der Ukraine nach Japan eingereist, wie aus den am Freitag von der japanischen Einwanderungsbehörde veröffentlichten vorläufigen Zahlen hervorgeht. Davon sind 647 zwischen 18 und 60 Jahre alt, und 752 haben das Visum für bestimmte Tätigkeiten, das ihnen erlaubt, bis zu ein Jahr lang zu arbeiten.

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211 Ukrainer haben ein Visum für einen kurzfristigen Aufenthalt, das es ihnen erlaubt, nach ihrer Ankunft 90 Tage in Japan zu bleiben und das später in ein Jahresvisum für bestimmte Tätigkeiten umgewandelt werden kann.

Menschen könnten Menschenhandel zum Opfer fallen

Ebenfalls am Freitag sagte der japanische Justizminister Yoshihisa Furukawa, dass sich Fälle häufen, in denen Menschen aus der Ukraine in Hostessenclubs und anderen Einrichtungen für Erwachsene arbeiten. Er warnte davor, dass diese Arbeit nicht vom Visum abgedeckt wird und damit illegal ist.

Furukawa sagte, die Einwanderungsbehörde habe schriftliche Mitteilungen an einige Menschen aus der Ukraine geschickt, um sie darauf hinzuweisen, dass eine solche Arbeit einen Verstoß gegen ihren Visastatus darstellt.

Zudem sagte er, dass seine Sorge groß ist, dass einige dieser Menschen Opfer von Menschenhandel werden könnten.

Darauf hat bereits das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hingewiesen, auch die UNICEF hatte im März davor gewarnt, dass Kinder, die vor dem Krieg fliehen, einem erhöhten Risiko des Menschenhandels und der Ausbeutung ausgesetzt sind.

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