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Geld soll syrischen Geflüchteten helfen

Japan bietet der Türkei 45 Milliarden Yen für die Aufnahme von Flüchtlingen an

Japan selbst hält nicht viel davon Geflüchtete bei sich im Land aufzunehmen. Viel eher unterstützen sie Flüchtlingslager in anderen Ländern. Die Türkei soll nun von Japan eine Geldsumme zur Unterstützung für die Aufnahme von Geflüchteten bekommen

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Am Freitag teilte das japanische Außenministerium mit, dass sie der Türkei ein Darlehen von 45 Millionen Yen (ca. 350.329.226 Euro) anbieten. Das Land soll damit bei der Aufnahme von Geflüchteten aus Syrien entlastet werden.

Türkei will Beziehung zu Japan weiter ausbauen

Die Finanzhilfe bot der japanischen Außenminister Toshimitsu Motegi bei einem Treffen in Istanbul seinem türkischen Amtskollegen Mevlut Cavusoglu direkt an. Japan hofft dabei auch die Lebensbedingungen der etwa 3,6 Millionen geflüchteten Syrer im Land zu verbessern. Weltweit hat die Türkei laut dem Ministerium die größte Summe an syrischen Flüchtlingen aufgenommen.

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Während des Treffens einigten sich Motegi mit Cavusoglu ein Gremium an hochrangigen Diplomaten einzurichten, um maritime Angelegenheiten zu diskutieren. Es soll dabei unter anderen um die Freiheit der Schifffahrt gehen, da China zunehmen sich im Ostchinesischen Meer durchsetzt und Japan sehr besorgt.

Motegi traf sich ebenfalls mit dem türkischen Präsidenten Tayyio Erdoğan. Sie tauschten sich dabei über die Situation in Afghanistan aus. Aus dem Land hatte Japan vor einigen Tagen angefangen japanische Staatsbürger aus Kabul zu evakuieren, nachdem die Stadt von den Taliban eingenommen wurde.

Gespräche über Nahostkonflikt und Nordkorea

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Motegi sprach dem Präsidenten auch sein Mitleid für die zerstörerischen Waldbrände aus, die viele Menschenleben gekostet haben. Erdoğan gab an, dass sie sich darum bemühen, um weiterhin eine langanhaltende freundliche bilaterale Freundschaft mit Japan haben.

Motegi sprachen ebenfalls über dem Friedensprozess zwischen Israel und Palästina. Motegi hat wenige Tage zuvor Palästina sowie Israel besucht und sich für den Frieden zwischen den beiden eingesetzt. Ein eher ungewöhnliches Thema war das Entführungsproblem mit Nordkorea. Motegi bat die Türkei um ihre Unterstützung, die er aber nicht weiter definierte.

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