Anzeige
HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan braucht Flexibilität beim Impfen

Gewohnt optimistisch

Japan braucht Flexibilität beim Impfen

Japans Minister Taro Kano, der für die Impfkampagne zuständig ist, forderte am Samstag zu mehr Flexibilität beim Impfen auf.

Anzeige

Außerdem sagte er, dass die japanische Regierung in Erwägung zieht, Studenten und Arbeitnehmer direkt in den Universitäten und am Arbeitsplatz impfen zu lassen und forderte gleichzeitig die Gemeinden auf, keine Impfdosen zu verschwenden.

Impfen muss für junge Menschen flexibler ablaufen

Mit der Aufforderung reagierte Kono auf Medienberichte, dass viele Gemeinden Impfstoff wegwerfen mussten, nachdem ein Impftermin abgesagt wurde.

LESEN SIE AUCH:  Viele Städte in Japan haben noch keinen Zeitplan für die Corona-Impfungen

Der Minister sieht insbesondere darin ein Problem, dass ältere Menschen zwar keine Probleme haben, sich in einem örtlichen Impfzentrum impfen zu lassen, aber jüngere Menschen, besonders im Raum Tokyo und in der Kansai-Region, pendeln oft zur Arbeit außerhalb der Städte und Präfekturen, in denen sie wohnen.

Anzeige

„Deshalb müssen wir darüber nachdenken, ob diese Menschen nicht in den Universitäten oder am Arbeitsplatz geimpft werden können“, so Kono in einer TV-Sendung.

Kono gewohnt optimistisch

Auf die Frage, ob Viren-Hotspots beim Impfen priorisiert werden sollten, sagte Kono, dass dies nicht notwendig sei, da Japan nach der Golden Week über genügend Impfstoff verfügen werden und Japan dann jede Woche 10 Millionen Impfdosen beschaffen wird.

„Die Geschwindigkeit der Impfungen wird daher davon abhängen, wie schnell Städte den Impfplan für ihre Einwohner umsetzten können“, so Kono. „Bis Ende Juni wird genug Impfstoff für die 36 Millionen Menschen über 65 Jahre zur Verfügung stehen.“

Japan hinkt aktuell im Vergleich mit vielen anderen Ländern bei seinem Impfplan deutlich hinterher. Nur ca. 05 Prozent der Bevölkerung hat bisher mindestens eine Impfung erhalten, angesichts des erneuten Ausbreitens der Infektionen ein schlechter schnitt. Außerdem gibt es einige Probleme, wie zum Beispiel fehlendes medizinisches Personal.

Anzeige

Zudem ist bisher in Japan nur das Vakzin von Pfizer/Biontech zugelassen. Bis Ende Mai soll ein weiterer Impfstoff die Genehmigung erhalten.

Auf die Frage, ob die Menschen dann die Wahl hätten, mit welchen Impfstoff sie geimpft werden, sagte Kono, das die japanische Regierung darüber nachdenke.

Anzeige
Anzeige