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Japan erreicht erneut schlechte Platzierung bei der Zahl der Ministerinnen

Obwohl sich Japan nach eigenen Angaben seit Jahren um die Gleichberechtigung der Frauen in allen Teilen des Lebens bemüht, geht es kaum voran. Eher im Gegenteil, wie nun ein Bericht der Interparlamentarischen Union und UN Women zeigt. Japan belegt nämlich dieses Jahr bei der Zahl der Ministerinnen einen noch schlechteren Platz als bisher.

Die Interparlamentarische Union und UN Women veröffentlichen die Liste alle zwei Jahre. Sie erfassen dabei alle Länder in der UN mit einem Kabinett oder ähnlichen Institutionen. Dieses Jahr kamen dabei 188 Nationen zusammen. Am Montag stellten beide Organisationen im Rahmen der 63. Kommission für den Status of Women das Ranking vor. Japan erreichte nur den 171. Platz und ist somit noch schlechter als 2017. Dort belegte das Kabinett noch Platz 107 mit gerade einmal zwei Ministerinnen.

Aktuell gibt es nur eine Ministerin in Japans Kabinett mit 19 Personen. Umgerechnet kann Japan so nur eine Quote von 5,3 Prozent aufweisen. Das ist im Vergleich zu den anderen Ländern deutlich weniger. Trotz alledem gab es in vielen anderen asiatischen Ländern ebenfalls sinkende Zahlen. Bei den Philippinen sank so die Zahl von 14,7 Prozent auf 10,3 Prozent.

Nur neun Länder kommen über 50 Prozent

Einen Fortschritt verzeichnet hingegen Pakistan, dessen Zahl von null auf drei Ministerinnen gestiegen ist. Deutschland schaffte es ebenfalls, sich von Platz 23 auf 19 zu verbessern. Die höchste Zahl und damit auf Platz eins landete Spanien mit 64,7 Prozent. Dahinter folgen Nicaragua, Schweden, Albanien und Kolumbien sowie Costa Rica, Ruanda, Kanada und Frankreich. Alle von ihnen weisen eine Quote von mehr als 50 Prozent auf und besitzen so mehr Frauen als Männer.

Für die IPU und die UN ist das jedoch noch zu wenig. Sie fordern deswegen die Länder mit niedrigen Zahlen auf, mehr zu tun und sich zu verbessern. Genauer erklärte UN Women Executive Director Phumzile Mlambo-Ngcuka die Forderung. Viele Mitgliedstaaten erreichten nicht das festgelegte Ziel für ein Gleichgewicht der Geschlechter. Sie möchte deswegen zu Verbesserungen und besseren Platzierungen ermutigen. Mlambo-Ngcuka fand es enttäuschend, dass nach wie vor 75 Prozent der Gesetzgeber weltweit Männer sind.

Japan muss noch viel tun

Es soll deswegen bessere Ziele und Anreize geben, um Frauen in der Politik zu fördern und zu unterstützen. Schutz spielt für Mlambo-Ngcuka ebenfalls eine große Rolle. Viele Frauen erleben in ihrer Heimat als Politikerin keine politische Gewalt. Gleichermaßen müssen sie und ihre Familien mit Belästigungen und Drohungen in sozialen Netzwerken rechnen.

Die isländische Ministerpräsidentin Katrin Jakobsdottir äußerte sich hingegen direkt zu Japans Situation. Für sie gehört die Nation zu den Ländern, denen die Politik wirklich wichtig ist und sie können ihre Kultur und Werte ändern. Allerdings braucht es dafür Politiker, die bereit sind, dies umzusetzen, da laut Jakobsdottir der kulturelle Wandel alleine zu lange brauche, um etwas zu ändern.
Die Status-of-Women-Konferenz läuft selbst noch bis zum 22. März und macht auf die Unterschiede und ungerechten Stationen der Frauen in der ganzen Welt aufmerksam. Die Karte mit den Platzierungen der Kabinette ist mittlerweile komplett online einsehbar.

Quelle: Mainichi Shimbun

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