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System soll angepasst werden

Japan erwägt eine Verlängerung der Reisesubventionskampagne

Die japanische Regierung erwägt, die Reisesubventionskampagne „Go To Travel“ über Januar 2021 zu verlängern.

Ziel ist es die Tourismusbranche, die besonders unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie leidet, weiter zu unterstützen.

Reisesubventionskampagne soll über die Golden Week verlängert werden

Obwohl ein neues Enddatum noch festgelegt werden muss, fordern einige Mitglieder der Regierungspartei eine Verlängerung der Ende Juli gestarteten „Go To Travel“-Kampagne über die Frühlingsferienzeit hinaus, um den kriselnden Inlandstourismus und den Konsum anzukurbeln.

Die japanische Regierung plant auch, die Reisesubventionskampagne auszubauen, da Kritiker darauf hingewiesen haben, dass sie es versäumt habe, preiswerte Unterkünfte sowie kleine und mittlere Reisebüros ausreichend zu fördern und Wochentagsreisen zu unterstützen.

Mehr zum Thema:  "Go To Travel"-Kampagne stößt bei Gouverneuren und Bürgermeistern auf geteiltes Echo

Die Regierung wird den Entwurf eines dritten Nachtragshaushalts für das Finanzjahr 2020 sowie die Verwendung von Reservegeldern prüfen, damit das Kampagnenbudget von etwa 1,35 Billionen Yen ausgeschöpft wird.

Die Reisekampagne, die einen 35-prozentigen Rabatt für Hotels und Pauschalreisekosten bietet, begann am 22. Juli, obwohl Reisen von und nach Tokyo aufgrund der hohen Zahl neuer Virusinfektionen zunächst ausgeschlossen wurden.

Am 1. Oktober wurde Japans Hauptstadt, die 10 Prozent der einheimischen Bevölkerung repräsentiert, in das Programm aufgenommen, und am selben Tag begann eine zusätzliche Ermäßigung von 15 Prozent in Form von Coupons für Einkäufe und Essen an den Reisezielen.

Tetsuo Saito, stellvertretender Vorsitzender von Komeito, dem Koalitionspartner der regierenden Liberaldemokratischen Partei, sagte Premierminister Yoshihide Suga am Dienstag, dass die Reisesubventionskampagne bis zu den Feiertagen der Golden Week verlängert werden sollte.

Saito sagte, Suga habe ihm gesagt, dass das Programm nicht enden wird, wenn das Budget zur Neige geht und den Umständen entsprechend überprüft wird.

Einige LDP-Mitglieder und Gemeinden haben ebenfalls eine Verlängerung gefordert.

„Ende Januar ist ein vorläufiges Enddatum“, so Tourismusminister Kazuyoshi Akaba. „Wir werden die Umsetzung des Haushalts beobachten, um eine angemessene Entscheidung bezüglich eines Enddatums zu treffen“.

Kabinettschef Katsunobu Kato, der oberste Sprecher der Regierung, schloss sich dieser Ansicht an und sagte am Mittwoch zu Reportern: „Wir werden ein Urteil fällen, indem wir die Infektionssituation, die Erholung der Reise-Nachfrage und die Verwendung des Budgets überprüfen.“

System muss geändert werden

Im Rahmen des Reiseförderungsprogramms seien die Buchungen eher in Richtung Luxushotels als in Richtung Billighotels verlagert worden, da die Gäste den Rabatt in Anspruch nehmen.

Die Forderungen nach einer Verbesserung des Systems wurde immer lauter, da die Nutzer zu den großen Reisebuchungsseiten strömten und kleine und mittlere Reisebüros Mühe hatten, Kunden zu gewinnen. Zudem nimmt das Angebot von fragwürdigen Paketen immer weiter zu.

Die japanische Regierung muss auch Wege finden, wie Wochentagsreisen gefördert werden können, um die Nachfrage zu zerstreuen.

Die japanische Tourismusbehörde wird Pläne besprechen, wie z.B. die Möglichkeit für Reisebüros, Punkte für Wochentagsaufenthalte zu vergeben, die in Zukunft für Reiseermäßigungen genutzt werden können.

Das Subventionsprogramm deckte in den ersten beiden Monaten bis Ende September 25,18 Millionen Inlandsübernachtungen ab, wobei die Regierung insgesamt 109,9 Milliarden Yen an Rabatten finanzierte.

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