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Japan feiert Ende des Zweiten Weltkriegs in Okinawa

Gedenkfeier zum 74. Jahrestag abgehalten

Die Bürger von Okinawa feierten am Sonntag, den 23. Juni, den 74. jährlichen Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkrieges. In den Kämpfen auf den Inseln kamen insgesamt über 200 000 Menschen ums Leben. Darunter waren neben japanischen und amerikanischen Soldaten auch viele Zivilisten.

Gouverneur Denny Tamaki gab eine „Friedenserklärung“ in einer Rede bei der jährlichen Zeremonie im Friedensgedenkpark in der Stadt Itoman. In seiner Rede kritisierte er auch die Zentralregierung und ihre Pläne für die Verlegung des U.S. Luftstützpunktes Futenma innerhalb der Präfektur.

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Gedenkrede auf Japanisch und Englisch

Tamaki führte die Rede im Dialekt Okinawas und auf Englisch. „Wir müssen Okinawas Warmherzigkeit, die wir „chimukuguru“ nennen, und seine friedliche Gesinnung weitergeben von unseren Vorfahren zu unseren Kindern“, sagte Tamaki. Bei der japanischen Regierung fuhr er schärfere Töne auf. „Die Zentralregierung ignoriert die öffentliche Meinung und missachtet unsere Selbstbestimmtheit.“

Okinawa will den Stützpunkt Futenma von der Präfektur weg verlegen. Bei einem Referendum im Februar sprachen sich über 70 Prozent der Wähler gegen die Verlegung des Militärstützpunktes auf dem Gebiet von Okinawa aus. Das Ergebnis war allerdings nicht rechtlich bindend. Die japanische Regierung hat sich desto trotz schon mit den Vereinigten Staaten auf die Verlegung der Basis in die Henoko Küstenregion in Okinawa geeinigt.

Der Gouverneur beendete seine Rede auf Englisch: „Wir werden uns bemühen eine Welt des immerwährenden Friedens zu schaffen.“

Shinzo Abe ebenfalls in Okinawa

Nach Tamaki übernahm Premierminister Shinzo Abe das Rednerpult. „Die Menschen von Okinawa müssen eine schwere Bürde tragen, die mit der Anwesenheit von US-amerikanischen Stützpunkten einhergeht“, sagte Abe. „Ich bin fest entschlossen, Resultate zu erbringen, um diese Bürde zu verringern.“ Das Thema Henoko kam nicht zur Sprache. Einige der versammelten Zuhörer entgegneten der Rede mit Spott.

Später sagte Abe zu Reportern, dass er die Verlegung befürwortet und dass es ja nicht bedeute, dass es keinen Stützpunkt mehr geben wird.

Die japanische Regierung bezeichnete den Plan für die Verlegung als die „einzige Lösung“, um die Probleme, die vom Futenma Stützpunkts ausgehen, zu umgehen ohne dabei die Abschreckungswirkung des Sicherheitsvertrags zwischen der USA und Japan zu untergraben.

Okinawa befindet sich in einem Rechtsstreit mit der Regierung über die Frage der Verlegung. Bisher hat allerdings kein Gericht zugunsten der Präfektur entschieden.

Noch lebende Verwandte trauern um Angehörige

Während der Bodenkämpfe zwischen März und Juni 1945 verloren etwa 94 000 Zivilisten ihr Leben. Das entsprach etwa einem Viertel der Bevölkerung Okinawas zu der Zeit. Auch fielen 94 000 japanische Soldaten und 12 500 amerikanische Truppen im Kampf.

Dieses Jahr meißelte man weitere 42 Namen von Kriegsopfern in das Steinmonument des Parks. Damit beläuft sich die Zahl der Gefallenen mittlerweile auf 241 566 Personen, unabhängig ihrer Nationalität oder ob sie Zivilisten oder Soldaten waren. Mehr als 5000 Menschen, darunter auch Verwandte der Opfer, nahmen an der Gedenkfeier teil.

Quelle: MS, AS

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