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Japan fordert globale Regeln für intelligente „Killer-Drohnen“

Interne Quellen lassen durchblicken, dass Japan internationale Regeln für tödliche Waffen fordert, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind. Auf diese Weise möchte man verhindern, dass autonome Maschinen tödliche Unfälle verursachen oder irgendwann selbst über Leben und Tod “entscheiden”.

Die Regierung in Tokyo plant auf der Konferenz für die Nutzung konventioneller Waffen (CCW), die vom 25. bis 29. März in Genf stattfindet, einen entsprechend schriftliche Vorschlag vorzulegen. Japan wolle bei der Diskussion über die Regulierung tödlicher autonomer Waffensysteme (LAWS) eine Führungsrolle einnehmen.

Diese Waffen sind mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und deswegen in der Lage Ziele ohne menschliche Kontrolle zu erfassen und anzugreifen. Die KI könnte im Zweifelsfall aber auch in der Lage sein, potenzielle Gefahren selbst zu definieren. Die japanische Regierung wird bei dem Treffen betonen, welch wesentliche Rolle der Mensch bei der Steuerung solcher Waffen habe.

Japans Außenminister Taro Kono erklärte bei einer Sitzung wie sehr Schießpulver und Atomwaffen die Art und Weise der Kriegsführung in der Vergangenheit bereits verändert hätten. Der Einsatz künstlicher Intelligenz könnte bei kommenden Auseinandersetzung zu einer weiteren grundlegenden Verschärfung führen.

Es wird angenommen, dass die USA, Russland und China mit eigenen Vorschlägen zu der Konferenz anreisen. Internationale Menschenrechtsverbände forderten ein generelles Verbot solcher intelligenter Waffen und nannte sie “Killerroboter”. Sie sind der Ansicht, dass Menschenleben niemals in den Händen von Maschinen liegen dürfe.

Eine KI-gesteuerte Waffe könnte versehentlich ein falsches Ziel treffen, weil Störungen im System es ihr anzeigen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Waffen den falschen Personen in die Hände fallen.

Japan selbst will keine intelligenten Waffensysteme produzieren

Der Koalitionspartner der LDP legte am 11. März der Regierung einen schriftlichen Vorschlag vor, in dem es heißt, Japan solle auf einen allgemeineren Konsens für ein gültiges Protokoll beim CCW hinarbeiten. Die Regierung beabsichtigt bei der Konferenz eine Diskussion anzustoßen, die sich mit diesen Regeln befasst. Ziel sei ein Regelwerk zur Begrenzung der Auswirkung bewaffneter Konflikte und zum Schutz der Menschen bei der Nutzung KI-gesteuerter Waffen.

Einige lateinamerikanische Länder streben gleichwohl ein Verbot der Entwicklung solcher LAWS an. Die USA und Russland erklärten, dass es für einen solchen Vertrag noch zu früh sei. In Anbetracht dieser verschiedenen Positionen sei es Japans Aufgabe erst einmal die Grundlagen für einen gemeinsamen Konsens herauszuarbeiten. Das Land selbst habe keine Ambitionen, intelligente Waffensysteme zu produzieren, erklärte Premierminister Shinzo Abe.

Allerdings plant die Regierung in Japan KI oder unbemannte Drohnen zu entwickeln, die bei der Verteidigung helfen und so die Belastung bei den Selbstverteidigungskräften zu reduzieren.

Quelle: The Asahi Shimbun

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