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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan friert Vermögenswerte von Putins Töchtern und 396 weiteren Russ*innen ein

Importverbot für russische Produkte verhängt

Japan friert Vermögenswerte von Putins Töchtern und 396 weiteren Russ*innen ein

Japan hat am Dienstag beschlossen, die Vermögenswerte von 398 Russ*innen, inklusive die von Putins Töchtern, einzufrieren. Zudem wurde beschlossen, dass vom 19. April 38 Produkte aus Russland nicht mehr nach Japan eingeführt werden dürfen, darunter russischer Wodka, elektrische Maschinen und Bauholz.

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Die Menge der Importe dieser Produkte beliefen sich 2021 laut der japanischen Regierung auf 16 Milliarden Yen (ca. 117 Millionen Euro), also 1,1 Prozent der Gesamtimporte aus Russland.

Vermögenswerte von 499 Russ*innen in Japan eingefroren

Neben Privatpersonen werden auch Vermögenswerte von 28 russischen Organisationen eingefroren, darunter auch einige, die mit Militärgeschäften zu tun haben, außerdem zwei Kreditinstitute.

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Insgesamt sind nun die Werte von 499 Russ*innen von den japanischen Behörden eingefroren worden.

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Gleichzeitig verbietet die Regierung japanischen Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, Investitionen in Russland zu tätigen.

Kabinettschef Hirokazu Matsuno sagte auf seiner regelmäßigen Pressekonferenz: „Um eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern, so schnell wie möglich einen Waffenstillstand zu erreichen und die russische Invasion in der Ukraine zu stoppen, muss unser Land harte Sanktionen gegen Moskau verhängen und gleichzeitig mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten.“

Japan regiert ungewöhnlich scharf

Die neuen Sanktionen folgen einem Stopp der Kohleimporte aus Russland, die Japans Premierminister Fumio Kishida am Freitag angekündigt hatte.

Der Importstopp unterstreicht noch einmal die Entschlossenheit der japanischen Regierung, Druck auf Russland wegen der Invasion der Ukraine und der dort verübten Gräueltaten, gemeinsam mit den anderen G-7-Staaten, auszuüben. Darunter auch die Ausweisung von acht russischen Staatsbürgern aus Japan.

Japan hat seinen Ton gegenüber Russland bereits direkt nach Beginn der Invasion verschärft und Sanktionen verhängt. Als Reaktion hatte Moskau die Friedensverhandlungen und die Verhandlungen um einen Territorialstreit für beendet erklärt und das asiatische Land auf die Liste „der unfreundlichen Länder“ gesetzt.

Gleichzeit hat Japan damit begonnen, Menschen aus der Ukraine unkompliziert aufnehmen.

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