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Land soll zum Atomabkommen zurückkehren

Japan gewährt Iran 32,7 Mrd. Yen Darlehen

Japan wird dem Iran ein Darlehen von 32,7 Milliarden Yen (ca. 254 Millionen Euro) zur Verfügung stellen, um das Land beim Ausbau einer der wichtigsten Raffinerien in Basra im Südirak zu unterstützen.

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Japans Außenminister Motegi machte diese Zusage während einer unangekündigten Reise nach Bagdad, dem ersten Besuch eines japanischen Außenministers seit August 2006.

Japan und Iran versuchen, Beziehungen zu vertiefen

Am Sonntag traf sich Motegi mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi, einem konservativen Hardliner und Gegner der USA, der in diesem Monat sein Amt angetreten hat. Dabei forderte Japan den Iran auf, zum Atomabkommen zurückzukehren.

Das Treffen fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Atomgespräche zwischen dem Iran, den USA und Europa feststeckten. Zuletzt hatte das Land Japan gebeten, sich um die Aufhebung der Sanktionen zu bemühen, die von den USA verhängt worden waren.

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Motegi führte in Bagdad auch Gespräche mit dem irakischen Präsidenten Barham Salih und dem Premierminister Mustafa al-Kadhimi. Beide Seiten vereinbarten eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Sicherung von Frieden und Stabilität in dem Land im Nahen Osten.

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Motegi und Hussein sprachen auch über regionale Themen, darunter die Krise in Afghanistan, sowie über Möglichkeiten zur Ausweitung des Geschäftsverkehrs zwischen Japan und dem Irak, so das Ministerium.

Besuch aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt

Während seines Besuchs im Iran wird Motegi auch mit Außenminister Mohammad Javad Zarif und Hossein Amir Abdollahian zusammentreffen, einem ehemaligen stellvertretenden Außenminister, der unter der Regierung Raisi die Nachfolge Zarifs antreten soll.

Das japanische Außenministerium kündigte Motegis Besuch im Irak aus Sicherheitsgründen nicht an. Der ursprünglich veröffentlichte Reiseplan sah vor, dass Japans Außenminister am Samstagmorgen von Istanbul direkt nach Teheran fliegen würde.

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