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Trotz Erlass des russischen Präsidenten

Japan hält trotz Russlands Drohungen an Sachalin 2 fest

Japan will an seinen Anteilen an dem LNG-Projekt Sachalin 2 trotz der Drohungen von Russland festhalten. Dafür hat sich die japanische Regierung mit zwei Interessenvertretern über das weitere Vorgehen abgestimmt.

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Der Plan der Regierung sieht vor, dass die Unternehmen Mitsui 12,5 Prozent und Mitsubishi 10 Prozent ihrer Anteile behalten, obwohl der russische Präsident Wladimir Putin einen Erlass unterzeichnet hat, der die Gründung einer neuen Betreibergesellschaft vorsieht, um die komplette Kontrolle über das Projekt zu erlangen.

Russland droht wegen Sanktionen

Russlands Vorgehen wird als Vergeltungsmaßnahme für die Sanktionen betrachtet, die Japan wegen der Invasion der Ukraine erhoben hat. Japan hatte allerdings im April angekündigt, sich trotz der Sanktionen nicht von dem Projekt zurückziehen zu wollen.

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Es ist allerdings nicht klar, ob Japan seine Anteile an dem Projekt halten kann, da Moskau das letzte Wort darüber hat.

Japan leidet ebenfalls unter steigenden Energiepreisen, sollte man die Anteile an Sachalin 2 verlieren, könnte das Land gezwungen sein, Gas zu höheren Preisen zu beziehen. Aktuell werden 8,8 Prozent der gesamten Gasimporte aus Russland importiert.

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Bei einem Treffen am Freitag bekräftigten Japans Premierminister Fumio Kishida und Koichi Hagiuda, der Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, den Plan, Japans Interessen an Sachalin 2 zu wahren.

Die japanische Regierung hat die Notwendigkeit betont, die Interessen an Sachalin aufrechtzuerhalten, da sie für die Sicherung einer stabilen Energieversorgung in Zeiten steigender Energiepreise unerlässlich sind.

Sachalin 2 wird unter russischer Kontrolle gestellt

Neben Sachalin 2 investiert Japan auch in das Projekt Sachalin 1, an dem die Sakhalin Oil and Gas Development, ein japanisches Konsortium, an dem das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, die Handelsunternehmen Itochu, Marubeni beteiligt sind, einen Anteil von 30 Prozent hält.

Am 30. Juni unterzeichnete Putin ein Dekret zur Gründung einer neuen Betriebsgesellschaft für Sachalin 2, die mit dem russischen Energieunternehmen Gazprom verbunden und die damit unter die Kontrolle der russischen Regierung gestellt wird.

Dem Erlass zufolge müssen ausländische Investoren innerhalb eines Monats beantragen, ihre bestehenden Anteile an der neuen Gesellschaft nach deren Gründung zu behalten.

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