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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan hebt Beiträge für die Arbeitsversicherung an

Erschöpfte Reserven durch die Pandemie

Japan hebt Beiträge für die Arbeitsversicherung an

Die japanische Regierung will im Haushaltsjahr 2020 die Beiträge zur Arbeitsversicherung anheben und diskutiert zu Zeit über die genaue Höhe.

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Die Kassen der Arbeitsversicherung sind durch die Pandemie erschöpft, da die Regierung durch Subventionen an Unternehmen versucht hat, Kündigungen zu verhindern.

Beiträge für die Arbeitsversicherung sollen geringfügig steigen

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen daher höher Beiträge an die Arbeitsversicherung zahlen. Die Gespräche dafür solle während der Aufstellungen des neuen Haushaltsplans für das Jahr 2022 stattfinden.

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Die Versicherung wird größtenteils durch die Beträge von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Beträge aus dem allgemeinen Staatshaushalt finanziert.

Die Beiträge für das aktuelle Haushaltsjahr liegen bei 0,3 Prozent für Arbeitnehmer und 0,6 Prozent für Arbeitgeber. Die Sätze wurden zuletzt wegen genügend Reserve von 0,6 Prozent für Arbeitnehmer und 0,95 Prozent für Arbeitgeber gesenkt.

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Die Lohnausgleichszahlungen, die wegen der Pandemie enorm angestiegen sind, haben diese Reserven allerdings aufgebraucht, sodass eine Erhöhung zur Stabilisierung notwendig ist.

Durch die schwache Konjunktur wird diese Erhöhung Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen zusätzlich belasten. Trotzdem sollen die Beiträge für Arbeitgeber mindestens auf 0,5 Prozent und die der Arbeitgeber auf 0,85 Prozent steigen.

Finanzministerium stellt sich quer

Ob eine Einigung innerhalb der Regierung über diese Beitragshöhe erzielt wird, ist allerdings fraglich, denn auch die Beiträge für die Arbeitsversicherung aus dem allgemeinen Haushalt müssen steigen und dagegen wehrt sich das Finanzministerium.

Das Ministerium erwägt eine vorübergehende Regelung, die es der Arbeitsversicherung erlaubt, in Notzeiten Mittelübertragungen aus dem allgemeinen Haushalt vorzunehmen, eine Maßnahme, die in Vorbereitung auf einen Finanzierungsengpass während der Pandemie eingeführt wurde. Die Maßnahme zielt  darauf ab, die staatlichen Beiträge in normalen Zeiten niedrig zu halten.

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