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Einziges G7-Land, das keine Schritte unternommen hat

Japan ist auffallend vorsichtig beim Verhängen von Sanktionen gegen China

Mehrere Länder haben am Montag Sanktionen gegen China, aufgrund der Verfolgung und Ausbeutung der Uiguren, verhängt. Japan ist allerdings auffällig vorsichtig.

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Das Land ist damit das einzige Land der G7-Staaten, das keine Maßnahmen gegen seinen Nachbarn ergriffen hat.

Einziges G7-Land ohne Sanktionen gegen China

Gestern haben die USA, Kanada, Großbritannien und die Europäische Union Sanktionen gegen mehrere chinesische Politiker verhängt. China reagierte seinerseits mit eigenen Maßnahmen und kritisierte die Maßnahmen als Eingriff in die inneren Angelegenheiten des Landes.

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Japan, dessen Beziehungen zu China, trotz der Tatsache, dass das Land ein wichtiger Handelspartner ist, immer kälter werden, beteiligte sich nicht an den Sanktionen.

Auf einer Pressekonferenz am Dienstag sagte der oberste Kabinettssekretär des Landes, Katsunobu Kato zwar, dass die japanische Regierung ernste Bedenken wegen der Situation in Xinjiang habe, aber auf die Frage, ob die japanische Regierung eigene Sanktionen plane, betonte er, dass die Regierung keine Möglichkeiten habe, einseitige Wirtschaftssanktionen zu verhängen.

Japan will seinen Nachbarn nicht verärgern

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Zwar hat sich Japan den USA angeschlossen, um sich gegen ein zu selbstbewusstes China zu stellen, dennoch ist das Land weiterhin vorsichtig mit seiner Reaktion, um seinen Nachbarn nicht völlig zu verärgern.

Bereits vor dem Zusammenschluss mit den USA hatte das Land bisher nur Forderungen formuliert, aber nie von Konsequenzen gesprochen.

Menschenrechtsgruppen werfen China vor, dass mindestens 1 Million Uiguren und andere meist muslimische Minderheiten in Lagern in der nordwestlichen Region Xinjiang interniert wurden. Zudem werden Frauen zwangssterilisiert und zur Arbeit gezwungen.

Ein Bericht des Australian Strategic Policy Institute unterstreicht die Vorwürfe.

China bestreitet vehement die Anschuldigungen und bezeichnet seine Aktionen als Trainingsprogramme und Arbeitsprogramme, die zu einer besseren Ausbildung führen und den Extremismus in der Region bekämpfen sollen.

Sanktionen gegen einen wichtigen Handelspartner

Anders als Japan hat die Europäische Union trotz der Tatsache, dass China ein wichtiger Handelspartner ist, Sanktionen auferlegt. Die EU schloss im vergangenen Jahr einen großen Investitionspakt mit China ab, steht allerdings unter dem Druck der USA.

Auch innerhalb der EU gibt es Widerstand gegen das Abkommen.

Die Frage, die sich allgemein stellt, ist, wie lange Japan noch vorsichtig im Umgang mit China sein kann. Denn auf anderen Ebenen übt China großen Druck auf das Land aus.

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