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Embargo nicht umsetzbar

Japan lehnt russisches Öl-Embargo ab

Während die EU kurz davor steht, ein Öl-Embargo gegen Russland zu erlassen, lehnt Japan diesen Schritt weiterhin ab.

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Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Koichi Hagiuda, sagte bei einer Pressekonferenz in Washington, dass sein Land nur begrenzte Ressourcen hat und es schwierig ist, sich sofort der EU anzugleichen.

Öl-Embargo für Japan nicht so einfach

Nach langen Zögern wurde im Europaparlament ein Öl-Embargo gegen Russland bis zum Ende des Jahres vorgeschlagen, das auch von Deutschland unterstützt wird. Auch die USA haben sich bereits für ein Embargo entschieden.

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Laut Hagiuda ist es notwendig, dass die Länder tun, was sie tun können. „Meine Regierung will in die gleiche Richtung gehen“, so der Minister. Japan importierte 2021 insgesamt 3,6 Prozent seines Rohölbedarfs und 8,8 Prozent der gesamten Flussabgas-Importe aus Russland.

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Bei einem Treffen mit der US-Energieministerin Jennifer Granholm am Mittwoch tauschten sich die beiden über die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Energiesicherheit inmitten der russischen Invasion in der Ukraine aus.

Hagiuda erklärte, er habe Granholm gesagt, dass jedes Land eine andere Energiesicherheitssituation habe und dass die Haltung jedes Landes wichtig sei.

Japan hat bereits beschlossen, den Import von Kohle aus Russland zu stoppen.

Um die Abhängigkeit von Russland zu verringern, hat Japan die USA gebeten, die Produktion von Gas zu erhöhen. Zudem überlegt die japanische Regierung, Unternehmen, die sich an US-LNG-Projekten beteiligen, Darlehen zu gewähren.

Zusammenarbeit in vielen Bereichen

Hagiuda und Granholm bekundeten auch ihre Absicht, bei der Verwirklichung der CO₂-Neutralität zusammenzuarbeiten, indem beide Länder gemeinsam innovative Lösungen für saubere Energie in Bereichen wie Offshore-Windkraft, geothermische Energie, Wasserstoff und Kernkraft entwickeln.

Mit der US-Handelsministerin Gina Raimondo vereinbarte der japanische Minister zudem eine Zusammenarbeit bei der Förderung, der Forschung und der Entwicklung von Halbleitern.

Außerdem einigte man sich auch darauf, ein Indo-Pacific Economic Framework anzustreben, einer Initiative zur Förderung des regionalen Engagements, die die Regierung Biden im Rahmen ihrer Bemühungen um eine Zurückdrängung des wachsenden wirtschaftlichen Einflusses Chinas unterstützt.

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