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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan plant die Geburtsbeihilfe zu erhöhen

Steigende Kosten belasten Eltern

Japan plant die Geburtsbeihilfe zu erhöhen

Die japanische Regierung plant die Geburtsbeihilfe, die derzeitig 420.000 Yen (ca. 3.077 Euro) pro Kind beträgt, zu erhöhen, um so die finanzielle Belastung für Paare, die ein Kind erwarten, zu verringern und den Geburtenrückgang zu bekämpfen.

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Da die Kosten für den Aufenthalt in einem Krankenhaus in Japan weiter ansteigen, insbesondere in den Großstädten, übersteigt der nationale Durchschnitt mittlerweile die Beihilfe.

Kosten für den Krankenhausaufenthalt übersteigen Geburtsbeihilfe

Laut einer Erhebung des Gesundheitsministeriums betrugen die Kosten für Geburten in öffentlichen Krankenhäusern im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 443.776 Yen ca. (3.251 Euro), in Tokyo sind es 536.884 Yen (ca. 3.933 Euro).

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Als Leistungen auf der Grundlage des Krankenversicherungsgesetzes werden grundsätzlich 420.000 Yen bei der Geburt eines Kindes gewährt. Ohne die Prämien im Rahmen des Entschädigungssystems für Geburtsunfälle beträgt die Pauschalbeihilfe 408.000 (ca. 2.989 Euro)

Anfang dieses Monats forderten einige Mitglieder der regierenden Liberaldemokratischen Partei eine Anhebung der Geburtenbeihilfe auf mindestens rund 450.000 Yen.

Kosten einer Geburt ist ein Grund für die sinkende Geburtenrate in Japan

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Die hohe wirtschaftliche Belastung durch die Geburtenkosten sei einer der Gründe für die sinkende Geburtenrate in Japan, so die Politiker in einem Vorschlag an Premierminister Fumio Kishida.

Kishida, der auch Vorsitzender der LDP ist, sagte am Donnerstag auf einer Parlamentssitzung, dass es wichtig sei, die Leistungen bei Geburten zu erhöhen.

Japans Geburtenrate ist 2021 so stark gesunken, dass sie mittlerweile auf dem Niveau, mit dem erst 2028 gerechnet wurde, angekommen ist. Insgesamt wurden 805.000 Kinder geboren, ein Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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