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Rekordanstieg geplant

Japan plant Rekorderhöhung für das US-Militär im Land zu zahlen

Da die Präsenz des US-Militärs für Japan immer wichtiger wird, plant das Land das Budget für die Kosten auf die Rekordsumme von weit über 200 Milliarden Yen zu erhöhen.

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Die Erhöhung beträgt damit 50 Milliarden Yen (ca. 387 Millionen Euro) und soll damit das japanisch-amerikanische Bündnis angesichts der wachsenden militärischen Macht Chinas stärken.

201 Milliarden Yen für das US-Militär 2021

Japan hat im Haushaltsjahr 2021 201,7 Milliarden Yen (ca. 1,5 Milliarden Euro) für das US-Militär im Land vorgesehen. Die bisher größte Erhöhung des Budgets im Vergleich zum Vorjahr war 1993 mit 30,4 Milliarden Yen (ca. 237.003.324 Euro).

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Japan und die USA werden voraussichtlich Anfang Dezember ein neues Abkommen abschließen. Der ausgehandelte Betrag wird in den Haushaltsentwurf für das Jahr 2022 aufgenommen, der Ende 2021 verabschiedet werden soll. Das neue Abkommen wird eine Laufzeit von 4 Jahren haben.

Die bisherigen Budgets für die Aufnahme von Militärbasen umfassten unter anderem Versorgungs- und Arbeitskosten, aber die japanische Regierung erwägen, die Kosten für gemeinsame japanisch-amerikanische Übungen und einige andere gemeinsame Aktionen aufzunehmen.

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Japan hatte bisher gezögert, das Budget wegen des bereits bestehenden Drucks auf den Staatshaushalt zu erhöhen. Die neue Regierung des Landes hat die Richtung nun allerdings gewechselt, da China als eine immer größere Bedrohung angesehen wird.

Japan könnte deutlich mehr als 275 Milliarden Yen zahlen

Das Budget für das Jahr 2022 könnte daher die Rekordsumme von 275,6 Milliarden Yen (ca. 2,1 Milliarden Euro) aus dem Jahr 1999 übertreffen.

Zum ersten Mal zahlte Japan 1978 für die US-Truppen im Land, 1999 erreichte das Budget zum ersten Mal eine Rekordsumme, sank danach allerdings, da die Haushaltslage des Landes zunehmend schlechter wurde.

Die derzeit geltende Rahmenvereinbarung über die Grundkosten lief Ende des Geschäftsjahres 2020 aus. Die Laufzeit wurde um ein Jahr verlängert, da in den Vereinigten Staaten gerade ein Wechsel in der Präsidentschaftsverwaltung stattgefunden hatte. Im April 2021 erklärten die Staats- und Regierungschefs Japans und der USA in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie Japans Verteidigung stärken werden. Seitdem wird über den neuen Kostenrahmen verhandelt.

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