Stats

Anzeige
Home News Politik Japan protestiert gegen chinesisches, digitales Museum zu Senkaku-Inseln

Museum spricht Japan Gebiet ab

Japan protestiert gegen chinesisches, digitales Museum zu Senkaku-Inseln

Obwohl Japan und China seit Jahren versuchen ihr Verhältnis zu verbessern, gibt es eine Sache, die immer wieder für Ärger sorgt. Die sogenannten Senkaku-Inseln sind offiziell japanisches Territorium, werden jedoch von China eingefordert, was in den letzten Jahren zu zahlreichen Provokationen geführt hat. Nun hat China mit einem digitalen Museum erneut den Ärger von Japan auf sich gezogen.

Am Samstag war im Internet das digitale Museum mit dem Namen Daiyu Da aufgetaucht. Diaoyu ist dabei der chinesische Name der umstrittenen Inseln. Auf der Webseite können Besucher ein fiktives Museum besuchen, das sich mit den Inseln befasst und belegen will, dass die Inseln China gehören. Unter anderem werden Karten und historische Dokumente als Belege gezeigt.

Regierung protestiert gegen Museum

Das Provokative daran ist, es handelt sich nicht um ein privates Projekt. Die Seite stammt von dem chinesischen Marine Data and Information Service, der Teil der Behörde für State Oceanic Administration ist. Es handelt sich damit um eine offizielle Regierungsseite.

LESEN SIE AUCH:  Japan und USA besprechen weiteres Vorgehen in Bezug auf China

Das sorgte in Japan für große Empörung und die Regierung gab einen offiziellen Protest ab. In einer Pressekonferenz bestätigte Kabinettschef Kato Katsunobu, dass Japan über diplomatische Wege den Protest an China weitergeleitet hat und dass sie die sofortige Löschung der Seite fordern.

Japan macht Standpunkt zu den Inseln deutlich

China sei laut Kato in keiner Hinsicht in der Position so eine Webseite zu dem japanischen Territorium zu erstellen, wie die Mainichi Shimbun berichtete. Pekings Behauptungen seien dazu absolut inakzeptabel. Die Inseln sind historisch und nach internationalem Recht als fester Bestandteil Japans.

Kato betonte dabei erneut Japans Standpunkt zu den Inseln und dass es eindeutig ihr Gebiet ist. Laut ihm gibt es gibt kein Problem der Souveränität, das es zu lösen gilt. Schon im September hat Japan deutlich gemacht, dass sie die Inseln und das Gebiet verteidigen werden. Die Regierung entschloss sich dabei zu einer verstärken Überwachung, da chinesische Boote immer wieder unerlaubt in das Gebiet eindringen.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen

Kommentare

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments