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Abhängigkeit von Russland kann nicht schnell überwunden werden

Japan rechnet mit anhaltend hohen Energiepreisen

Laut des jährlichen Energieberichts rechnet die japanische Regierung damit, dass die Energiepreise anhaltend hoch bleiben werden.

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Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit für das Land, trotz einer Reihe von Sanktionen gegen Russland, an Gasprojekten auf der russischen Insel Sachalin festzuhalten, da diese für eine stabile Energieversorgung notwendig sind.

Sachalin 2 und 3 für Japan unverzichtbar

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass die LNG-Importe aus dem Projekt Sachalin 2 etwa 3 Prozent der in Japan erzeugten Elektrizität ausmachen, und die Projekte werden als „unverzichtbar“ für die Strom- und Gasversorgung des Landes bezeichnet.

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Der Bericht weist auf die Möglichkeit hin, dass ein längerer Krieg in der Ukraine und neue Investitionen in die Dekarbonisierungsbemühungen die Energiekosten in die Höhe treiben könnten.

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„Die Priorität für die japanische Wirtschaft besteht darin, die Energieproduktivität zu verbessern und gleichzeitig die Energieimportpreise auf einem bestimmten Niveau durch Anstrengungen wie die Diversifizierung der Energiequellen und -lieferanten zu halten“, heißt es in dem Bericht.

Als Hauptfaktoren für den Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe werden im Bericht ungewöhnliche Wetterbedingungen, einschließlich eines Kälteeinbruchs in Europa, sowie Naturkatastrophen und ein Mangel an Investitionen in die Entwicklung fossiler Energiequellen in einer Zeit der wirtschaftlichen Erholung von der Pandemie genannt.

Zudem heißt es, dass die russische Invasion der Ukraine den Anstieg der Energiepreise noch einmal beschleunigt hat.

Abhängigkeit von Russland muss nach und nach gestoppt werden

In dem Bericht heißt es zudem, dass es sich zwar um eine sehr schwierige Entscheidung handele, Japan aber beabsichtige, russisches Öl grundsätzlich zu verbieten, da die Koordinierung zwischen den G-7-Mitgliedern derzeit von größter Bedeutung sei.

Japan könnte den Import von Öl allerdings nicht sofort verbieten, so der Bericht. Das Land muss eine Abhängigkeit durch verschiedene Maßnahmen nach und nach abbauen.

In dem Bericht, der dem Kabinett am Dienstag vorgelegt wurde, werden auch die Maßnahmen verschiedener Volkswirtschaften zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität hervorgehoben, wie die Maßnahmen Japans und Großbritanniens, die große Unternehmen verpflichten, klimabezogene finanzielle Risiken offenzulegen.

„Um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, müssen sich Japan und die EU auf die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen im Industriesektor konzentrieren, zusätzlich zu den Reduzierungen im Energiesektor, während sich die Vereinigten Staaten auf die Reduzierung der CO₂-Emissionen im Verkehrssektor konzentrieren müssen“, so der Bericht.

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