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Inflationsausgleich

Japan Regierung fordert Unternehmen auf, die Löhne zu erhöhen

Japans Regierung hat die Unternehmen im Land dazu aufgefordert, bei den nächsten Shunto (Lohnverhandlungen im Frühjahr) die Löhne zu erhöhen, damit sie mit der Inflation mithalten können.

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Um den Weg zu Lohnerhöhungen zu ebnen, will die Regierung als Anreiz die Subventionen für kleine und mittlere Unternehmen ausweiten.

Unternehmen sollen Zulieferer fair bezahlen

Zudem plant die japanische Regierung, größere Unternehmen dazu zu drängen, höhere Preise von kleinen Zulieferern zu akzeptieren, damit diese die höheren Kosten weitergeben können. Sollte eine Firma dies nicht machen, will man den Namen des Unternehmens veröffentlichen.

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Das Lohnwachstum ist von entscheidender Bedeutung für Kishidas Agenda der Förderung der Wohlstandsverteilung und für die Bank of Japan, die bisher keine Anzeichen für eine Änderung ihrer ultraniedrigen Zinspolitik erkennen ließ.

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Das Lohnwachstum ist in Japan seit Jahren gering, genauso wie die Arbeitsproduktivität niedrig ist. Die russische Invasion der Ukraine hat die Energie- und Rohstoffpreise stark ansteigen lassen und die Inflation dadurch beschleunigt. Dies macht ein größeres Lohnwachstum dringender denn je.

Die japanische Regierung hat bei ihrer Forderung allerdings kein numerisches Ziel für ein Lohnwachstum festgelegt. Da sich die Kerninflation der japanischen Verbraucher, die die volatilen frischen Lebensmittel ausschließt, allerdings in Richtung der 3 Prozent entwickelt, müssten auch die Löhne dementsprechend angehoben werden.

Bei den diesjährigen Shunto hatte der japanische Premierminister von großen Unternehmen eine Erhöhung von 3 Prozent oder mehr gefordert. Bei den Verhandlungen hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf durchschnittlich 2,07 Prozent geeinigt.

Japanischer Arbeitsmarkt soll reformiert werden

Um den „neuen Kapitalismus“ zu fördern, plant die Regierung den Arbeitsmarkt in Japan mittel- und langfristig zu reformieren. Dafür soll die dienstaltersabhängige Vergütung so geändert werden, dass sie sich stärker am Tätigkeitsbereich und der Verantwortlichkeit orientiert.

Außerdem will die japanische Regierung in den nächsten fünf Jahren 1 Billion Yen (ca. 6,9 Milliarden Euro) in die Entwicklung von Humanressourcen investieren, indem Menschen die Möglichkeit bekommen, neue Fähigkeiten zu erlernen und so den Arbeitsplatz leichter wechseln können.

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