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Saudi-Arabien hat große Hoffnungen in Japan

Japan soll bei den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina helfen

Japan ist eins der Länder, das versucht im Nahen Osten eher als neutrale Partei aufzutreten. So gibt es diplomatische Verbindungen nach Palästina und Israel. Da das Land ein guter Vermittler zwischen den beiden verfeindeten Nationen ist, bittet Saudi-Arabien Japan nun bei den Friedensverhandlungen zu helfen.

Am Samstag sprach der saudiarabische Außenminister, Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, in einem exklusiven Online-Interview mit dem japanischen Sender NHK. Er erklärte dabei, dass Japan eine wichtige Rolle bei der Förderung von Gesprächen zwischen den beiden Ländern spielen kann, gerade weil sie neutral sind und mit beiden Seiten ein freundschaftliches Verhältnis haben.

Japans als Vermittler zwischen Israel und Palästina

Prinz Faisal äußerte deswegen die Hoffnung, dass Japan zu den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina beitragen kann, die zuletzt wieder einen positiven Fortschritt gemacht haben. Im September war es zu einem Abkommen zwischen Israel und drei weiteren arabischen Ländern, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, gekommen, das friedliche, diplomatische Beziehungen ermöglichen sollen.

Mehr zum Thema:  Japan will Saudi-Arabien bei Reformplänen unterstützen

Der Außenminister betonte dabei, dass Israels Androhung der Annexion von großen Teilen Palästina ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Frieden ist. Es ist dabei vieles noch offen und möglich, wie die palästinensische Konfliktlösung, die den Palästinensern einen Staat mit Ostjerusalem liefert. Allerdings will Prinz Faisal auch realistisch bleiben und weist darauf hin, dass eine Normalisierung der diplomatischen Verhältnisse zwischen arabischen Staaten und Israel vermutlich noch lange dauern wird.

Saudi-Arabien sieht in Japan einen wichtigen Partner

Bei der eigenen Beziehung zu Japan gab Prinz Faisal zusätzlich an, dass Japan ein sehr wichtiger Partner bei umweltfreundlichen Projekten und nachhaltiger Energie ist, weil sie so eine Politik fördern. Saudi-Arabien plant nach seinen Angaben ein Projekt, bei dem sie Ammoniak zur Stromerzeugung exportieren wollen. Der Stoff soll dabei so produziert werden, dass er nur wenig die Umwelt belastet.

Das Interview und die offene Haltung kommen zu einem Zeitpunkt des laufenden G20 Gipfels. Saudi-Arabien ist der diesjährige Vorsitzende des Gipfeltreffens, das am Samstag und Sonntag stattfand. Aufgrund der Pandemie fanden die Gespräche ausschließlich über Videokonferenzen statt. Der US-Präsident Donald Trump sorgte dabei erneut für einen Eklat, als er die Gespräche frühzeitig verließ, nur um dann anschließend Golf spielen zu gehen.

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