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Gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme

Japan soll seine Beziehungen zu Südkorea und China fördern

Japan ist allgemein bemüht sich mit seinen Nachbarländern gut zu verstehen. In den letzten Jahren haben sich allerdings vor allem die Beziehung zu China und Südkorea verschlechtert. Es wird deswegen gefordert, dass sich die Regierung mehr um die Freundschaft bemühen soll.

Hisashi Michigami, Generalsekretär des Sekretariats für trilaterale Zusammenarbeit (TCS) und Diplomat, ist mit den aktuellen Bemühungen der japanischen Regierung nicht zufrieden. Er fordert, dass die praktische Zusammenarbeit mit China und Südkorea gefördert wird, auch wenn es gewisse Meinungsverschiedenheiten gibt.

Beziehungen sind nicht unfair

Einige Japaner kritisieren, dass die bisherigen Zusammenarbeiten zu einseitig sind. Japan würde China und Südkorea viel geben. Dafür würden sie aber kaum etwas zurückbekommen. Michigami stimmt dem zwar zu, weist aber darauf hin, dass Japan unter anderem im Bereich Umweltschutz weiter ist als die anderen Ländern. Seoul und Peking sind deswegen sehr begierig, von Japan zu lernen.

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Gleichzeitig betont Michigami, dass die anderen Länder dafür in anderen Bereichen punkten können und allmählich aufholen. Unter anderem besitzt Südkorea ein umfassendes Verwaltungssystem für medizinische Daten, dass es in Japan bisher nicht gibt und auch das Daten-Projekt mit der „My Number“ scheiterte.

Bedenken bei Südkorea und China sind verständlich

Dazu wenden sie das Gelernte international an und bauen Verbindungen zu anderen Partnern auf. Es wäre deswegen für Japan ein großer Verlust, wenn sie mit den Nationen brechen. Michigami bestätigt, dass es untereinander diplomatische Probleme und Sicherheitsherausforderungen gibt.

In Bezug auf Südkorea sagt Michigami, dass das Land wegen Japans Vergangenheit frustriert ist. Auf der anderen Seite ist Japan enttäuscht und verärgert, was wiederum die Südkoreaner nicht verstehen. Es erwecke dabei den Eindruck, als wenn Japan immer mehr Abstand hält, wie sich zuletzt bei der Trostfrauen-Frage zeigte.

Gemeinsame Probleme müssen gemeinsam gelöst werden

Am Ende haben alle drei Länder aber gemeinsame Probleme, die schnell gelöst werden müssen, wie eine rasant alternde Bevölkerung, der Klimawandel und das Katastrophenmanagement.

Ebenfalls sollen sie sich die China-Südkorea-Beziehung genauer angucken und die Lage umfassend verstehen. Ein Land zu meiden, bloß weil man es persönlich nicht mag, ist jedenfalls nicht die Lösung.

Das TCS wurde 2011 gegründet und soll eine Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern erleichtern. Neben dem geschäftlichen und kulturellen Austausch werden auch Ministergespräche unterstützt. Der Generalsekretär selbst wechselt regelmäßig zwischen den drei Ländern.

Insgesamt gibt es 21 Ministerforen zu verschiedenen Themen, die Zusammenarbeiten beschleunigen sollen. Zuletzt wurden vor allem Treffen wegen der Corona-Pandemie abgehalten und wie sie sich gemeinsam bekämpfen lässt.

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