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Keine Sanktionen geplant

Japan stoppt Hilfsprojekte in Myanmar

Die japanische Regierung hat als Reaktion auf den Militärputsch in Myanmar vor, Hilfsprojekte vorläufig zu stoppen. Das Land scheut sich aber weiterhin davor, Sanktionen auszusprechen.

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Japan ist einer der wichtigsten Geldgeber des Landes und hat im Vorfeld bereits den Putsch verurteilt und die Freilassung inhaftierter Politiker gefordert.

Japan einer der größten Geldgeber Myanmars

Im Geschäftsjahr 2019 hatte Japan Myanmar Entwicklungshilfe in Höhe von 190 Milliarden Yen gezahlt. 2016 kündigte der damalige Premierminister Shinzo Abe an, dass Japan über fünf Jahre ca. 800 Milliarden Yen für Landwirtschaft, Humanressourcen, Produktion, Energie, Stadtentwicklung und Finanzdienstleistung für den Ausbau des Partnerlandes bereitstellen wird.

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Im Gegensatz zu anderen G7-Ländern unterhält Japan sowohl mit dem Militär, als auch mit der Partei von Aung San Suu Kyi gute Verbindungen, daher sieht die Regierung von Sanktionen ab, anders als zum Beispiel die USA, die bereits Sanktionen verhängt hatte.

Nothilfen werden beibehalten

Japan plant außerdem die Nothilfe durch internationale Organisationen fortzusetzen, darunter auch die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie.

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Nach anhaltender Kritik am Wahlergebnis in Myanmar hat das Militär einen Putsch durchgeführt und die „De-Facto-Regierungschefin“ Auung San Suu Kyi, den Präsidenten Win Mynt und einige weitere Mitglieder der Regierungspartei am Montagmorgen festgesetzt. Zudem wurde der Notstand ausgerufen und das Internet abgeschaltet.

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