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Neue Sanktionen gegen Südkorea

Japan streicht Südkorea von der weißen Liste

Japan hat am Freitag beschlossen, Südkorea von der sogenannten weißen Liste zu streichen. Als Grund gab die Regierung Sicherheitsbedenken an.

Das Kabinett von Premierminister Shinzo Abe hat Pläne gebilligt, Südkorea von der weißen Liste zu streichen. Die auf der Liste stehenden Länder unterliegen einem vereinfachten Handelsverfahren.

Japans Entscheidung vertieft den Streit mit Südkorea

Südkorea reagierte dementsprechend scharf auf die Entscheidung und bezeichnete sie als rücksichtlos.

Die Streichung Südkoreas von der Liste wird am 28. August nach den erforderlichen innerstaatlichen Verfahren wirksam, teilte der japanische Handelsminister Hiroshige Seko auf einer Pressekonferenz mit.

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Die Streichung von der Liste könnte Südkoreas weltweit führender Technologieindustrie schaden, die bereits unter dem Druck der japanischen Entscheidung steht, seit dem 4. Juli Einzelgenehmigungen für den Export von Materialien für die Herstellung von Halbleitern und Displays für Smartphones und Fernsehgeräte nach Südkorea zu verlangen.

Seko sagte, die Streichung soll den Handel nicht einschränken und würde die Beziehungen zwischen beiden Ländern nicht untergraben oder die japanischen Unternehmen negativ beeinflussen.

Südkoreanisches Handelsmanagementsystem ist unzureichend

Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga erklärte in einer separaten Pressekonferenz, dass das südkoreanische Handelsmanagementsystem und dessen Betrieb unzureichend ist.

„Diese Überprüfung ist notwendig, um das japanische Exportkontrollsystem aus Sicht der Sicherheit angemessen umzusetzen“, so Suga.

Der oberste Regierungssprecher stellte fest, dass Südkorea das einzige asiatische Land ist, dem der Sonderstatus zuerkannt wurde und sagte, Japan werde es genauso behandeln wie andere Länder in der Region.

USA besorgt über Feindseligkeiten

Die Vereinigten Staaten haben ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die zunehmende Feindseligkeit zwischen ihren beiden größten asiatischen Verbündeten die Möglichkeiten beeinträchtigen könnte, mit Raketenbedrohungen aus Nordkorea umzugehen.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte die Hoffnung geäußert, die Rolle des Vermittlers zu übernehmen und sagte, er wolle Tokyo und Seoul ermutigen einen Weg zu finden, um gemeinsam voranzukommen.

In Seoul sagte Moon bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts, dass Japan den US-Vorschlag zur Vermittlung nicht akzeptierte und warnte, dass Japan vollständig für das verantwortlich gemacht wird, was sich in Zukunft entwickeln wird.

„Die koreanische Regierung wird entschlossen entsprechende Maßnahmen ergreifen, um auf Japans ungerechtfertigte wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren“, so Moon.

Quelle: AS, MA

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